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Lidl Mit Haltungskompass

Lebensmittel Praxis | 27. März 2018
Lidl: Mit Haltungskompass

Bildquelle: Lidl

Ab Anfang April werden die ersten Frischfleischprodukte mit dem Lidl-Haltungskompass in den Kühltruhen zu finden sein. Wichtig: Der Lidl-Haltungskompass kennzeichnet das bestehende Sortiment und ist kein Tierwohllabel. An der Preisgestaltung ändert sich mit der Anbringung des Lidl-Haltungskompass erst einmal nichts.

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Auf jeder Verpackung Schweine-, Rind-, Puten- und Hähnchenfrischfleisch befindet sich künftig ein gut sichtbarer Hinweis, wie die Tiere jeweils gehalten wurden. Das Frischfleisch der Lidl-Eigenmarken stammt zu 100 Prozent aus Deutschland. Gekennzeichnet wird ausschließlich deutsche Rohware, temporär verfügbare internationale Spezialitäten sind aktuell von der Kennzeichnung ausgenommen.

„Wir wollen unsere Kunden dabei unterstützen, eine bewusste Kaufentscheidung für eine tierwohlgerechtere Haltung zu treffen. Ab sofort ist die jeweilige Haltungsform transparent und direkt auf der Verpackung erkennbar“, erläutert Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland.

Ziel ist es, die Haltungsformen durch ein 4-Stufen-System transparent aufzuzeigen und die Verbraucher auf einen Blick zu informieren: So entspricht Stufe 1 der „Stallhaltung“ und damit den gesetzlichen Bestimmungen.


Stufe 2 bezeichnet „Stallhaltung Plus“, bei der den Tieren mehr Platz als Stufe 1 gewährt wird; das gekennzeichnete Fleisch stammt nachweislich aus Betrieben, die diese Zusatzkriterien erfüllen.

Stufe 3 ist das „Außenklima“: Gewährt Tieren zusätzlich mehr Platz als Stufe 2, Tiere werden gentechnikfrei gefüttert und haben Zugang zu Außenklimabereichen; Schweine und Rinder mit beispielsweise einem signifikant höheren Platzanteil jedoch ohne Außenklimazugang werden mit Stufe 3 „Tierwohl Plus“ gekennzeichnet.

Stufe 4 „Bio“: Entspricht den gesetzlichen Bestimmungen für Bio-Fleisch nach EU-Öko-Verordnung; Tiere mit höheren Tierwohlstandards als Stufe 3 jedoch ohne Bio-Siegel werden mit der Stufe 4 „Premium“ gekennzeichnet.

Die Fleischkennzeichnung ist ein weiterer Schritt des Unternehmens für mehr Tierwohl. Langfristig plant Lidl, die Stufe 2 „Stallhaltung Plus“ als Lidl-Mindeststandard zu etablieren. Bock führt weiter aus: „Mit der reinen Kennzeichnung heben wir keine Tierwohlstandards an. Wir wollen jedoch erreichen, dass sich die Standards in ganz Deutschland sukzessive erhöhen.“ Anfang 2019 sollen bereits rund 50 Prozent der Frischfleischprodukte mindestens auf Stufe 2 ‚Stallhaltung Plus‘ umgestellt sein. Im nächsten Schritt strebt Lidl die Einführung eines Tiergesundheitsindex an.