Knapp die Hälfte der Verbraucher in Deutschland bezahlt mittlerweile mit Smartphone, Smartwatch oder App. Das geht aus der repräsentativen Digitalstudie 2026 der Postbank hervor, für die im Mai dieses Jahres 3.050 Menschen befragt wurden. Demnach stieg der Anteil der Mobile-Payment-Nutzer von 35 Prozent im Vorjahr auf nun 47 Prozent.
72 Prozent der Jüngeren zahlen bereits mobil
Deutlich weiter verbreitet bleibt allerdings das kontaktlose Bezahlen mit Bank- oder Kreditkarte: 87 Prozent der Befragten nutzen diese Methode laut der Studie regelmäßig. Für 61 Prozent der Kartennutzer steht dabei der Komfort im Vordergrund. Auch beim mobilen Bezahlen nennt mehr als die Hälfte der Nutzer praktische Gründe – sie hätten das Smartphone ohnehin dabei und sparten sich den Griff zur Bankkarte.
Zwischen den Altersgruppen zeigt die Studie erhebliche Unterschiede: 72 Prozent der unter 40-Jährigen bezahlen demnach bereits mobil, bei den Älteren sind es nur 36 Prozent. Knapp jeder Fünfte der 18- bis 39-Jährigen nutze mobiles Bezahlen fast immer, wenn es möglich sei, so die Postbank.
Gewohnheit bremst mobiles Bezahlen stärker als Sicherheitssorgen
Wer Mobile Payment ablehnt, begründet dies den Angaben zufolge vor allem mit der Vorliebe für klassische Bezahlmethoden (62 Prozent). 39 Prozent der Skeptiker nennen Sicherheits- und Datenschutzbedenken, etwa die Angst vor Gerätediebstahl oder Missbrauch von Zahlungsdaten. „Die größte Hürde für Mobile Payment ist weniger die Sicherheit als die Gewohnheit“, sagte David Dommel, Leiter digitales Performance-Marketing der Postbank,. „Wer das Bezahlen mit dem Smartphone im Alltag noch nicht ausprobiert hat, bleibt meist bei Karte oder Bargeld.“
Die Postbank führt die Digitalstudie nach eigenen Angaben im zwölften Jahr in Folge durch. Die Stichprobe wurde nach Bundesland, Alter und Geschlecht gewichtet, als Referenz diente der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes.
