Die Verbraucherstimmung in Deutschland verbessert sich geringfügig weiter, verharrt aber auf niedrigem Niveau. Das zeigt das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland. Der positive Trend aus dem Vormonat setzt sich somit im Juli fort, doch globale Konflikte belasten die Stimmung weiterhin.
Zuversichtlicherer Blick auf Einkommenserwartung
Das Konsumbarometer des Verbandes steigt im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Stimmung allerdings deutlich verschlechtert. Der Konflikt im Iran und die daraus resultierenden hohen Spritpreise wirken sich nach Angaben des Verbandes massiv auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Verbraucherstimmung aus. Die Anschaffungsneigung bleibt nahezu unverändert zum Vormonat und liegt ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert.
Die Verbraucher bewerten die konjunkturelle Lage deutlich optimistischer. Mit der Hoffnung auf eine bessere Konjunktur blicken sie auch zuversichtlich auf ihre Einkommenserwartung, teilte der Verband mit. Der aktuelle Wert liegt nur leicht unter dem Vorjahresniveau.
HDE: Vom Irankrieg hängt viel ab
Vereinbarungen zwischen den USA und dem Iran über das Ende von Kampfhandlungen lassen die Verbraucher optimistischer auf die kommenden Wochen blicken. Die Erholung beginne aber auf einem niedrigen Niveau, so der Verband. „Der negative Effekt auf die Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte wird bis zum Ende des Jahres nicht mehr aufzuholen sein“, so der Verband. Ohne ein richtiges Ende des Irankriegs werde die Konsumstimmung weiterhin zurückhaltend bleiben.
Das HDE-Konsumbarometer erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Handelsblatt Research Institute erstellt das Barometer im Auftrag des Handelsverbands. Es hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum und bildet die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten ab.