Neue Maßstäbe im nachhaltigen Bauen will Lidl in Rheinfelden mit einer neuen Filiale setzen: Während das Erdgeschoss in massiver Stahlbetonbauweise errichtet wird, entsteht das Obergeschoss in Holzbauweise. Diese kombinierte Konstruktion wurde gezielt für die statischen Anforderungen der Erdbebenzone 3 entwickelt. Dabei nutzt das Projekt das im Vergleich zum Massivbau deutlich geringere Eigengewicht sowie die natürliche Elastizität des Holzes und stellt damit nach Unternehmensangaben die erforderliche Erdbebensicherheit sowie statische Stabilität sicher.
Am 11. Juni 2026 findet der feierliche Spatenstich mit Oberbürgermeister Klaus Eberhardt statt. Die Arbeiten vor Ort sind bereits im Gange: Dem im April gestarteten Rückbau des Bestandsgebäudes schließt sich eine rund einjährige Bauphase an, sodass die feierliche Neueröffnung der Metropolfiliale für das Frühjahr 2027 vorgesehen ist.
Großzügige Fläche für übersichtliche Warenanordnung
Das Projekt dient bereits jetzt als Referenzobjekt für eine innovative Holz-Hybrid-Bauweise und intelligente Flächenverdichtung im urbanen Raum. Die Lidl-Metropolfiliale ermöglicht eine effiziente Nahversorgung auf kompakter Grundstücksfläche: Das Erdgeschoss des Neubaus bietet eine helle Parkebene mit 121 Pkw- sowie 40 Fahrradstellplätzen. Eine Rollsteige führt die Besucher von dort komfortabel in das Obergeschoss, das nahezu vollständig in nachhaltiger Holzbauweise realisiert wird.
Der Verkaufsraum bietet nach Unternehmensangaben eine großzügige Fläche für eine übersichtliche Warenanordnung. Dabei sorgt laut Lidl das moderne Filialkonzept mit klarer Formensprache und einem neuen Farbkonzept in ruhigen Blautönen für eine einladende Einkaufsatmosphäre. Breite Gänge sowie eine neue Möblierung sollen den modernen Charakter der Filiale unterstreichen und die Orientierung erleichtern.
Attraktive Arbeitsumgebbung für die Mitarbeiter
Insbesondere das Frischesortiment mit Obst und Gemüse, Backwaren sowie Frischfleisch und Molkereiprodukten erhält viel Raum, um den Kunden eine große Auswahl an frischen Qualitätsprodukten anbieten zu können. Moderne Regalsysteme und energieeffiziente Kühlmöbel unterstützen dabei eine übersichtliche und optisch ansprechende Warenpräsentation. Für einen angenehmen und flexiblen Einkauf werden in der neu gestalteten Filiale neben den klassischen Bedienkassen auch „Scan&Go”-Kassen installiert, die zudem die komfortable Selfscanning-Funktion über die Lidl Plus App unterstützen.
Gleichzeitig schafft das offene Raumkonzept mit niedrigen Regalen und optimierten Laufwegen nach Darstellung des Discounters eine attraktive Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter.
Bau nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip
Vom Fundament bis zur Fassade setzt Lidl auf Ressourcenschonung: Das Gebäude wird durch einen innovativen Materialmix optimiert. Während die Gründung, bestehend aus Fundament und Bodenplatte, und das Erdgeschoss in massiver Betonbauweise errichtet werden, entsteht das Obergeschoss in nachhaltiger Holzbauweise. Zudem wird das Material aus dem Abbruch des Bestandsgebäudes aufbereitet und als Recyclingmaterial im Unterbau der neuen Fahrbahnbeläge wieder eingebaut.
Das gesamte Gebäude ist konsequent nach dem regenerativen „Cradle-to-Cradle“-Prinzip geplant. Dabei ist die Holzkonstruktion so konzipiert, dass die einzelnen Bauteile durch spezielle lösbare Verbindungen im Falle eines Rückbaus sortenrein getrennt werden können. Durch den konsequenten Verzicht auf Verbundstoffe wird so sichergestellt, dass die verwendeten Materialien dem Wertstoffkreislauf wieder vollständig zugeführt werden können.
Energiebedarf durch verschiedene Maßnahmen reduziert
„Die erstmalige Umsetzung unseres Holz-Hybrid-Konzepts in einer statisch anspruchsvollen Erdbebenzone unterstreicht die technologische Reife unserer Bauweise“, erklärt Paul Barkhoff, Geschäftsführer Immobilien Region Südost bei der Lidl Immobilien Dienstleistung GmbH & Co. KG. „Wir beweisen damit, dass sich höchste ökologische Standards, hocheffiziente Technik und moderner Einkaufskomfort zukunftssicher vereinen lassen.”
Eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Nutzung der Abwärme aus der Produktkühlung minimieren den Energiebedarf. Die Wärmepumpen arbeiten ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln. Den Großteil des Strombedarfs deckt die hauseigene Photovoltaikanlage (325 Kilowatt-Peak) ab. Die restliche Energie wird zu 100 Prozent als Grünstrom bezogen.
Für zusätzlichen Komfort während des Einkaufs sorgt eine moderne Elektroladesäule, die über zwei Ladepunkte mit einer Gesamtleistung von mindestens 50 bis 60 Kilowatt (DC) verfügt. Laden zwei Fahrzeuge gleichzeitig, stehen pro Ladepunkt jeweils mindestens 30 Kilowatt zur Verfügung. Mit dem flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur unterstützt Lidl aktiv die Mobilitätswende in Deutschland.