Deutscher Kartoffelhandelsverband Erstes Modul für Fachkraft Kartoffel gestartet

Mit dem ersten Modul in Hermannsburg startete die diesjährige Weiterbildung zur „Fachkraft Kartoffel“ des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes (DKHV). Rund 20 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet vertieften ihr Fachwissen rund um die Kartoffel und gewannen praxisnahe Einblicke entlang der Wertschöpfungskette.

Freitag, 05. Juni 2026, 10:56 Uhr
Thomas Klaus
Begeisterung für tolle Knolle wecken: Mit dem ersten Modul in Hermannsburg startete die diesjährige Weiterbildung zur „Fachkraft Kartoffel“ des Deutschen Kartoffelhandelsverbandes (DKHV). Bildquelle: Getty Images

In Hermannsburg startete die diesjährige Weiterbildung zur „Fachkraft Kartoffel“. Zum Auftakt vermittelte Katrin Mauthe vom DKHV grundlegende Kenntnisse zu Herkunft, Botanik und Anbaubedingungen der Kartoffel in Deutschland. Anschließend gaben externe Referenten sowie Lehrsachverständige einen umfassenden Überblick über Anbauverfahren, Wachstumsbedingungen, Qualitätsanforderungen und Fruchtfolgesysteme.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Pflanzenschutz. Dabei wurden wichtige Schaderreger und Krankheiten der Kartoffel sowie die fachgerechte Feldbestandsbegutachtung nach den Berliner Vereinbarungen praxisnah erläutert.

Schackmann: Begeisterung für die Kartoffel weitergeben

Später stand die Anwendung des erlernten Wissens im Mittelpunkt. Im Lehr- und Schaugarten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen demonstrierte Carsten Tschentscher anhand verschiedener Bestände die Unterschiede zwischen gesunden und befallenen Pflanzen und erläuterte typische Schadbilder. Die direkte Verknüpfung von Theorie und Praxis machte die Inhalte für die Teilnehmer besonders anschaulich und nachhaltig erfahrbar.

Für zusätzliche Praxisnähe sorgte Lehrsachverständiger Nikolaus Schackmann mit umfangreichem Anschauungsmaterial zu krankheitsbedingt geschädigten Kartoffelpflanzen und Knollen. „Mir ist es wichtig, Begeisterung für die Kartoffel weiterzugeben, und genau das ist uns in diesen beiden Tagen gelungen“, betonte Schackmann. Der anschließende Gesellschaftsabend bot Gelegenheit zum persönlichen Austausch und förderte die Vernetzung innerhalb der Branche.

Weiterbildung wird im Herbst fortgesetzt

Am zweiten Seminartag widmete sich Lehrsachverständiger Max Schümann den aktuellen Entwicklungen in der Kartoffelzüchtung. Neben modernen Züchtungsverfahren standen insbesondere die Herausforderungen der Züchtungsarbeit sowie die Bedeutung der Erhaltungszucht im Fokus.

Die Rückmeldungen zum ersten Weiterbildungsmodul fielen nach Verbandsangaben insgesamt positiv aus.  „Die Referenten haben das Fachwissen mit eigenen Erfahrungen und anschaulichen Beispielen hervorragend vermittelt“, resümierte ein Teilnehmer.

Die Weiterbildung wird im Herbst mit dem zweiten Modul in Mönchengladbach fortgesetzt. 

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