Die Inflation in Deutschland hat sich im Mai 2026 leicht abgeschwächt. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag die Teuerungsrate bei 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im April hatte sie noch 2,9 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat sanken die Verbraucherpreise sogar um 0,2 Prozent.
Einen wesentlichen Anteil am Rückgang der Inflationsrate hatten die Energiepreise. Diese stiegen zwar weiterhin deutlich – um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat –, doch fiel der Anstieg erheblich geringer aus als noch im April, als die Energiepreise um 10,1 Prozent zugelegt hatten. Mitursächlich für den geringeren Anstieg ist der Tankrabatt, der seit Anfang Mai für zwei Monate gilt.
Für den Lebensmittelhandel besonders relevant: Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Mai nur noch um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im April hatte der Anstieg noch 1,2 Prozent betragen, im März 0,9 Prozent. Die Nahrungsmittelpreise entwickelten sich damit deutlich schwächer als das allgemeine Preisniveau.
Statistisches Bundesamt legt endgültige Zahlen im Juni vor
Die sogenannte Kerninflation – also die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie – lag den vorläufigen Zahlen zufolge bei 2,5 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich um 3,1 Prozent, Waren insgesamt um 2,2 Prozent. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex, der für Vergleiche im Euroraum herangezogen wird, stieg laut dem Statistischen Bundesamt voraussichtlich um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Die endgültigen Ergebnisse für Mai 2026 will das Statistische Bundesamt am 12. Juni 2026 veröffentlichen.