Die Zahl der Shopping-Center in Deutschland stagniert zum zweiten Mal in Folge bei 506. Gleichzeitig wächst die Gesamtfläche aller Center um 3 Prozent auf 17,2 Millionen Quadratmeter, wie aus dem aktuellen Shopping-Center Report des EHI Retail Institutes in Köln hervorgeht. Hauptgrund dafür ist die Eröffnung des Westfield Hamburg-Überseequartiers im vergangenen Jahr.
Neben dem Hamburger Überseequartier mit dem neuen Rewe Piclum kam laut der Erhebung auch der Drewespark in Wismar neu hinzu. Zwei andere Objekte fielen jedoch aus der Statistik, weil sie die Mindestgröße von 10.000 Quadratmetern Einzelhandelsmietfläche nicht mehr erreichten. Die Einzelhandelsmietfläche aller Center stieg den Angaben zufolge leicht um 0,3 Prozent auf 13,1 Millionen Quadratmeter.

Viele Center setzen laut dem Report verstärkt auf Mischnutzung. 38 Shopping-Center modernisieren sich derzeit oder planen dies unmittelbar. Dabei verkleinern einige Center ihre Handelsflächen zugunsten von Freizeitangeboten, Gesundheitsversorgung oder Büros. „Mischnutzungen mit Freizeitangeboten, Gesundheitsversorgung oder beispielsweise Büros gehören in vielen Centern schon lange zum Nutzungsmix, Tendenz steigend“, zitierte das EHI Lena Knopf, Leiterin des Forschungsbereichs Immobilien und Expansion, in der Mitteilung. Andere Center erweitern dagegen ihre Einzelhandelsfläche – etwa der Strelapark in Stralsund mit rund 20 neuen Geschäften auf 6.000 Quadratmetern.
Deichmann führt mit 288 Filialen die Mieter-Rangliste an
Bei den Standorten dominieren Innenstadtlagen: 46 Prozent aller Center befinden sich dort, 39 Prozent in Stadtteilen und 15 Prozent auf der grünen Wiese. Unter den 36 Neueröffnungen zwischen 2015 und 2025 lag der Innenstadtanteil dem EHI zufolge sogar bei 58 Prozent.
Unter den Mietern mit den meisten Filialen in Shopping-Centern führt nach Angaben des EHI weiterhin Deichmann mit 288 Geschäften, gefolgt von Ernsting’s Family mit 261 und dm-drogerie markt mit 237 Standorten. Zuwächse verzeichneten unter den 20 größten Mietern unter anderem Nanu-Nana, Only, Woolworth, Rituals und Douglas. Dagegen reduzierten Vodafone und Hunkemöller ihr Filialnetz in Centern jeweils um acht Standorte, Frisör Klier um vier und H&M um drei.