Der Lebensmittelhändler Wasgau hat in seinem Frischemarkt im pfälzischen Lemberg die Kühlräume modernisiert und dabei erstmals ein neuartiges Wandverkleidungssystem anstelle herkömmlicher Fliesen eingesetzt. Das Pilotprojekt soll nach Angaben des Unternehmens als Vorlage für weitere Märkte dienen.
In den insgesamt 31,5 Quadratmeter großen Kühlräumen für Molkereiprodukte sowie Obst und Gemüse ersetzte Wasgau die bisherige Befliesung durch PVC-Hartplatten des Pirmasenser Herstellers Profine. Das Material sei feuchtigkeits-, schmutz- und chemikalienbeständig und verfüge über antibakterielle Eigenschaften, teilte Wasgau mit. Durch die großformatigen Platten reduziere sich die Anzahl der Fugen deutlich, was die Hygiene verbessere und die Reinigung erleichtere. Gerade die Fugenhygiene in gefliesten Kühlräumen sei bislang eine Herausforderung gewesen – sowohl für die Qualitätssicherung als auch bei internen und externen Prüfungen.
Für die Umsetzung arbeitete Wasgau mit mehreren Unternehmen aus dem eigenen Firmensitz Pirmasens zusammen. Die Montage übernahm die Firma Auer-Zaun, als Klebstoff kam ein Produkt der Firma Wakol zum Einsatz. „Besonders schön war, dass alle Firmen – vier namhafte Pirmasenser Unternehmen – von Beginn an an einem Strang gezogen haben, um dieses tolle Projekt zu realisieren“, zitierte Profine seinen Abteilungsleiter Christopher Nannen in der Mitteilung.
Wasgau plant Ausweitung auf weitere Frischemärkte
Im nächsten Schritt will Wasgau den Angaben zufolge weitere Märkte für die Ausstattung mit der neuen Kühlraumverkleidung auswählen. Die Modernisierung solle sukzessive oder im Rahmen künftiger Umbauten erfolgen. „Die vorbildliche Zusammenarbeit ist für uns richtungsweisend auch für künftige Modernisierungsprojekte“, erklärte Pascal Frank, Projektleiter der Wasgau-Bauabteilung, laut der Mitteilung.
Wasgau zählt nach eigenen Angaben zu den wenigen selbstständigen Lebensmittelhändlern in Deutschland. Das Unternehmen mit Sitz in Pirmasens betreibt mehr als 70 Super- und Verbrauchermärkte mit Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie fünf Cash-and-Carry-Betriebe. Der Anteil der Frische-Warengruppen am Gesamtsortiment liegt den Angaben zufolge bei rund 50 Prozent.