Das Marktforschungsunternehmen Mafowerk hat in einer Studie das Konsumverhalten bei funktionalen Getränken untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Mehr als jeder dritte Käufer entdeckt das gekaufte Produkt erst im Geschäft – und zwei Drittel der Befragten kaufen überwiegend spontan. Für den Lebensmittelhandel bedeutet das: Die Platzierung am Verkaufsort spielt bei der Vermarktung dieser Produkte eine zentrale Rolle.
Für die Studie befragte Mafowerk nach eigenen Angaben im Februar und März 2026 insgesamt 1.000 Verbraucherinnen und Verbraucher online, die funktionale Getränke kaufen und konsumieren. Die Befragung sei bevölkerungsrepräsentativ gewesen. Funktionale Getränke – also Getränke mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen – hätten sich demnach von einem Nischenprodukt zu einem breiteren Konsumsegment entwickelt.
Laut der Studie liegt die Hauptverwendergruppe zwischen 16 und 49 Jahren. In dieser Altersspanne entfallen den Angaben zufolge rund 70 Prozent des gesamten Konsums funktionaler Getränke. Frauen zwischen 16 und 29 Jahren sowie zwischen 40 und 49 Jahren kaufen diese Produkte am häufigsten.
Am meisten verbreitet im täglichen Konsum sind sogenannte Aqua Drinks beziehungsweise aromatisiertes Wasser: 22 Prozent der Befragten trinken diese täglich. Auf dem zweiten Platz folgen Proteindrinks. Bemerkenswert ist laut Mafowerk, dass präbiotische und ballaststoffreiche Limonaden bereits häufiger konsumiert werden als ACE-Getränke oder Smoothies: 56 Prozent der Befragten greifen demnach mehrmals pro Woche oder sogar täglich zu solchen Produkten.
Berentzen steigt mit Marke Juma in den Markt ein
Neben der Bedeutung des Verkaufsorts für die Kaufentscheidung untersuchte die Studie auch, wie Verbraucher auf funktionale Getränke aufmerksam werden. Fasst man alle Online-Kanäle zusammen, ist das Internet laut Mafowerk der wichtigste Impulsgeber: Jeder zweite Befragte werde online auf die Produkte aufmerksam. Empfehlungen von Freunden und Bekannten spielen bei 22 Prozent der Befragten eine Rolle, Fernsehwerbung bei 14 Prozent.
Der Markt für funktionale Getränke zieht auch etablierte Getränkehersteller an. So steigt die Berentzen-Gruppe über ihre Tochter Vivaris Getränke mit der Marke Juma in das Segment ein. Ab Mai 2026 soll ein teebasierter Hydration Drink namens Juma Recharge+ erhältlich sein, der Elektrolyte mit Vitaminen und Koffein kombiniert und ohne Zucker auskommt. „Functional Drinks zählen derzeit zu den dynamischsten Kategorien im Bereich alkoholfreier Getränke“, zitierte das Unternehmen seinen Chef Oliver Schwegmann.