Der Tomatenmarkt in Deutschland bleibt angespannt. Das Angebot ist weiterhin knapp, und die Preise dürften nach Einschätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft vorerst auf hohem Niveau verharren.
Keine weiter sinkenden Preise erwartet
Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft in einer aktuellen Marktanalyse berichtet, fließen verfügbare Mengen aus dem Beneluxraum (Belgien, Niederlande, Luxemburg) und dem deutschen Anbau trotz hoher Abgangspreise problemlos ab. Der Mittelmeerraum sei nach wie vor nur eingeschränkt lieferfähig, sodass der Handel faktisch auf mitteleuropäische Ware zurückgreifen müsse.
Die knappe Versorgungslage zeigt sich den Angaben zufolge auch in der Werbung des Handels. In der laufenden 15. Kalenderwoche werde 48-mal mit Tomaten geworben. In den Vorjahren lag die Zahl der Werbeanstöße mit 55 bis 65 deutlich höher. Standardrispentomaten aus den Niederlanden biete der Handel im Preiseinstieg für 0,99 Euro je Kilogramm an – und damit laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft „deutlich unter den Abgabepreisen der deutschen Großmärkte“.
An den Großmärkten hätten sich die Preise nach den Feiertagen zwar leicht abgeschwächt. Mit weiter sinkenden Preisen sei nach bisherigen Einschätzungen jedoch nicht zu rechnen. Die vorgelagerten Handelsstufen zeigten bereits einen leicht festeren Verlauf, der sich im Wochenverlauf auch an den Großmärkten widerspiegeln dürfte.
