Der Lebensmittelgroßhändler Metro will seine Frischwarenlogistik weltweit modernisieren und setzt dafür auf die Software des finnischen Technologieanbieters Relex Solutions. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Accenture sollen Prognose- und Bestellprozesse in 540 Filialen und 70 Distributionszentren verbessert werden, wie Metro mitteilte.
Im Kern geht es um die sogenannte Ultra-Fresh-Initiative des Großhändlers. Metro will damit die Disposition von Frischwaren über verschiedene Kategorien und Länder hinweg vereinheitlichen. Künstliche Intelligenz soll helfen, den Bedarf genauer vorherzusagen und Bestellentscheidungen zu automatisieren. Ziel sei es, die Produktfrische zu steigern, Lebensmittelverschwendung zu verringern und Lagerkosten zu senken, heißt es in der Mitteilung.
„Ultra-Fresh-Kategorien erfordern Präzision, Geschwindigkeit und eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Supply Chain“, erklärte Alexander Stepannikov, bei Metro zuständig für die Frischwarendisposition, laut der Mitteilung. Mit der neuen Lösung wolle man „täglich bessere Entscheidungen treffen – für frischere Produkte, weniger Verschwendung und ein verlässlicheres Angebot für unsere Kunden“.
Relex Solutions beliefert bereits Edeka, Rewe und Rossmann
Das System soll Nachfrage, Haltbarkeit und Lieferzeitpunkte besser aufeinander abstimmen, damit der Warenfluss schneller und bedarfsgerechter wird. Nach eigenen Angaben bedient Metro seine Kunden über Großhandelsmärkte vor Ort sowie über einen Lieferservice. Zu den Kernkundengruppen zählen Hotels, Restaurants, Caterer und selbstständige Händler. Insgesamt ist das Unternehmen in mehr als 30 Ländern tätig und betreibt 623 Standorte in 21 Ländern.
Relex Solutions zählt nach eigenen Angaben bereits mehrere große Handelsunternehmen in Deutschland zu seinen Kunden, darunter Edeka, Rewe, Rossmann und die Media-Markt-Saturn-Gruppe. Michael Hoffmann von Relex erklärte in der Mitteilung, Metro könne mit der neuen Lösung „Verschwendung reduzieren, die Frische verbessern und den operativen Aufwand im gesamten Netzwerk spürbar senken“.
