Alkoholfreier Wein verkauft sich in Deutschland immer besser. Der Absatz und Umsatz mit dieser Weinart stieg im vergangenen Jahr um 25 Prozent, wie das Deutsche Weininstitut zum Auftakt der Weinmesse Prowein in Düsseldorf mitteilte. Die Marketingorganisation der deutschen Weinbranche bezog sich dabei auf eine Markterhebung des Forschungsinstituts Nielsen IQ, das die Einkäufe von 20.000 Haushalten untersucht hat.
Die Analyse ergab zudem, dass im vergangenen Jahr 44 Prozent mehr Haushalte alkoholfreien Wein eingekauft haben als 2024. Auch diese Angabe verdeutlicht den Aufwärtstrend, heißt es in der Mitteilung.
Das Deutsche Weininstitut begründet die Entwicklung mit einem größeren Angebot und einer besseren Qualität. „Durch den Einsatz neuer Technologien und Prozessoptimierungen haben sich die alkoholfreien Weine und Sekte in den letzten Jahren geschmacklich sehr zum Positiven entwickelt“, zitierte das Institut seine Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes in der Mitteilung. Auch deutsche Winzer böten mittlerweile viel mehr alkoholfreien Wein an als früher. Laut einer Absatzanalyse, in der 506 Weingüter eingebunden waren, hatte im vergangenen Jahr jedes dritte Weingut alkoholfreien Wein im Sortiment. Das war ein Zuwachs von gut einem Drittel binnen eines Jahres.
Jedes dritte Weingut führt alkoholfreien Wein
Bei dem Getränk handelt es sich nicht um Traubensaft, sondern um Wein, dem der Alkohol weitgehend entzogen wurde. Ganz ohne Alkohol kommt das Getränk allerdings nicht aus - es hat maximal 0,5 Prozent Alkohol. Im Vergleich zum normalen Wein, der grob gesagt 10 bis 13 Prozent Volumenprozent Alkohol hat, ist das ein sehr geringer Wert.
Trotz des Aufwärtstrends bleibt die Getränkeart für Winzer eine Nische. Das Deutsche Weininstitut gibt den Anteil von alkoholfreiem Wein am Umsatz des gesamten deutschen Weinmarkts mit nur rund 2 Prozent an. Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des Instituts rund 1,5 Milliarden Liter Wein getrunken, im Schnitt entfallen 21,5 Liter auf jeden Ab-16-Jährigen.
