Preise ziehen an Butter kostet wieder 1,19 Euro

Discounter und Supermärkte verlangen für 250 Gramm Markenbutter der Eigenmarken nun 1,19 Euro statt 99 Cent. Im Oktober 2024 hatte der Preis noch bei 2,39 Euro gelegen. Grund für den neuen Anstieg ist die hohe Nachfrage nach Butter.

Montag, 09. März 2026, 13:45 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Der Griff ins Butterregal wird für die Verbraucher wieder etwas teurer. Bildquelle: Getty Images

Butter kostet im deutschen Lebensmittelhandel wieder mehr. Discounter und Supermärkte haben die Preise erhöht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter großen Lebensmittelhändlern ergab. Ein 250-Gramm-Päckchen deutscher Markenbutter der Eigenmarken kostet nun 1,19 Euro statt bisher 99 Cent.

Aldi Nord und Lidl begründeten den Schritt mit steigenden Einkaufspreisen. Eine Sprecherin von Kaufland erklärte, die Preisgestaltung orientiere sich unter anderem an der Marktsituation, am Wettbewerb sowie an Angebot und Nachfrage. 

Der Butterpreis hatte zuletzt stark geschwankt. Ab Oktober 2024 mussten Kunden für das günstigste Päckchen der Eigenmarken 2,39 Euro zahlen – ein Rekordwert. Ursache waren kleinere Milchmengen, die Landwirte lieferten, und ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch. Die Blauzungenkrankheit führte bundesweit zum Einbruch der Milchleistung bei betroffenen Tieren.

Handel meldet starke Nachfrage

Im vergangenen Jahr fiel der Butterpreis wieder, im Dezember sogar unter einen Euro. Milch wurde günstiger auf dem Weltmarkt, auch bei deutschen Molkereien wurden deutlich größere Mengen angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Zudem stieg der Fettanteil in der Rohmilch wieder, unter anderem wegen besserer Wetter- und Futterbedingungen. Die Folge war ein Überangebot an Milch.

Wegen der niedrigen Preise sei mehr Butter abgesetzt worden, sagte Philipp Hennerkes vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels. So hätten sich die Übermengen am Markt verringert. „Ein geringerer Mengendruck sorgt nun für steigende Bezugspreise, die dann auch wieder zu höheren Verkaufspreisen führen“, zitierte die Agentur Hennerkes. Marktexpertin Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft erklärte, abgepackte Butter und Blockbutter seien in den ersten Monaten des Jahres stark nachgefragt worden. Das habe die Preise steigen lassen.

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