Großhändler Metro rutscht tiefer in die roten Zahlen

Der Großhändler Metro hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen fast doppelt so hohen Verlust wie im Vorjahr verkraften müssen. Zwar legt der Konzern im operativen Geschäft zu, doch die Umbaukosten schlagen ins Kontor.

Freitag, 06. März 2026, 14:51 Uhr
Thomas Klaus
Metro ist mit seiner Neustrukturierung beschäftigt. Bildquelle: Metro

Trotz steigender operativer Ergebnisse hat Metro im Geschäftsjahr 2024/25 erneut einen Nettoverlust von 218 Millionen Euro ausgewiesen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Verlust resultiert laut Unternehmen vor allem aus Transformationskosten von rund 170 Millionen Euro, die im Zuge des strategischen Umbaus entstanden sind.

Metro hat im Geschäftsjahr 2024/25 ein portfolio- und wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von 6 Prozent erreicht und damit das obere Ende des kommunizierten Prognosekorridors. Alle Segmente und Kanäle trugen zum Wachstum bei.

Das bereinigte EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag leicht über den Erwartungen. Es stieg währungsbereinigt um 112 Millionen Euro auf 1,.192 Milliarden Euro. Portfoliobereinigt waren es 111 Millionen Euro mehr. Die positive Entwicklung resultiert nach Unternehmensangaben insbesondere aus der Wachstumsdynamik in den Segmenten West und Ost sowie ersten Effizienzgewinnen aus dem gruppenweiten Kostensenkungsprogramm.

Eine wesentliche Triebfeder des Wachstums war der Ausbau des Belieferungsgeschäfts. Der Umsatz in diesem Kanal stieg um 14 Prozent auf 9 Milliarden Euro und macht damit inzwischen fast 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch der digitale Umsatzanteil entwickelte sich positiv und wuchs um 16 Prozent auf 358 Millionen Euro.

Kostensenkungsprogramm zeigt Wirkung

Das konzernweite Sparprogramm zeigte im ersten Jahr deutliche Effekte. Insgesamt wurden nach Unternehmensangaben bereits 100 Millionen Euro Einsparungen erzielt. Wichtige Hebel waren Fortschritte in der IT-Standardisierung, die Zentralisierung von Sachausgaben sowie Strukturmaßnahmen in der Organisation. Das Programm zielt auf jährliche Einsparungen von 300 Millionen Euro ab dem Geschäfts jahr 2027/28.

Nach vier aufeinanderfolgenden Jahren inflationsbereinigten Wachstums sieht sich Metro gut aufgestellt, um die Ziele seiner „sCore-Strategie“ weiterzu verfolgen. Im Mittelpunkt stehen der weitere Ausbau des Multichannel Modells, die konsequente Fortsetzung der Effizienzprogramme und die Stär kung der finanziellen Basis. Im Einklang mit der geltenden Dividendenpolitik ist keine Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgesehen. 

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