Online-Handel Deutsche skeptisch gegenüber KI-Einkaufsassistenten

Künstliche Intelligenz wird in den nächsten Jahren zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen können, auch beim Einkauf. Eine Mehrheit will noch überzeugt werden, dass das nützlich ist.

Freitag, 27. Februar 2026, 08:53 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Hilfe beim Shoppen durch Künstliche Intelligenz? Bei vielen Deutschen ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Bildquelle: Getty Images

Verbraucher stehen dem Einsatz von KI-Agenten beim Online-Einkauf mehrheitlich skeptisch gegenüber. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Unzer. Im Januar befragte das Institut 1.004 Menschen ab 18 Jahren.

37 Prozent der Befragten schließen die Nutzung KI-basierter Einkaufsassistenten für sich aus. Weitere 54 Prozent halten dies bei sich selbst für eher oder sehr unwahrscheinlich. Nur 9 Prozent zeigten sich unentschlossen oder ließen die Frage unbeantwortet. 64 Prozent der Befragten wollen die Kontrolle über das Geldausgeben nicht an die KI abgeben und jeden Schritt eines Einkaufs selbst autorisieren.

Die Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen. Nur 32 Prozent der Frauen sehen sich als wahrscheinliche Nutzerinnen von KI-Einkaufsassistenten, bei den Männern sind es 41 Prozent. Noch größer fällt das Generationengefälle aus: In der Altersgruppe ab 70 Jahren glauben drei Viertel nicht, dass sie künftig KI-Einkaufsassistenten nutzen werden. Bei den unter 40-Jährigen sind es weniger als 40 Prozent.

Microsoft erweitert Bürosoftware um KI-Agenten

KI-Agenten stellen die nächste Entwicklungsstufe nach der derzeit üblichen generativen Künstlichen Intelligenz dar. Im Online-Einkauf beschränken sich die KI-Funktionen bislang weitgehend auf die Beantwortung von Fragen und Hilfe bei der Produktsuche. KI-Einkaufsagenten werden künftig bestellen und nach finalem Klick der Nutzer auch bezahlen können, einschließlich der automatisierten Abarbeitung langer Einkaufszettel.

Der US-Konzern Microsoft hat seine Bürosoftware bereits um zahlreiche agentische Funktionen erweitert, wie Unzer in der Mitteilung schreibt. Diese reichen von der Terminplanung über die Durchforstung von E-Mail-Stapeln bis zur Erstellung von Tabellenkalkulationen und Softwareprogrammierung.

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