Die aktuelle Konjunkturumfrage des BDSI aus dem Mai 2026 zeigt, dass wachsender internationaler Wettbewerb, hohe Kosten und handelspolitische Unsicherheiten die Unternehmen weiter fordern. Das Inlandsgeschäft bleibt für die deutsche Süßwarenindustrie ein stabilisierender Faktor. Gedämpft wird die Stimmung in den Unternehmen derzeit vor allem durch das Exportgeschäft. Im Jahr 2025 fehlten im Vergleich zum Vorjahr rund 140.000 Tonnen deutsche Süßwaren im Export.
Die Belastungen spiegeln sich auch in der wirtschaftlichen Einschätzung der Unternehmen wider: Rund 45 Prozent melden eine schlechtere Ertragslage, 42 Prozent berichten von einem rückläufigen Absatz. Als größte Kostentreiber nennen 90 Prozent der Befragten gestiegene Personalkosten, 80 Prozent höhere Rohstoffpreise. Hinzu kommen weiterhin Belastungen durch Energiepreise und Logistikkosten.
Auf den Auslandsmärkten zeigt sich ein uneinheitliches, insgesamt verhaltenes Bild. Zwar konnten 26 Prozent der Unternehmen ihre Ausfuhren steigern, 33 Prozent verzeichneten jedoch Rückgänge. 52 Prozent der Befragten sehen sich international einem erheblich wachsenden Wettbewerb ausgesetzt. Zusätzlich belasten die US-Zusatzzölle das Geschäft. Für 2026 erwartet nahezu jedes zweite Unternehmen eine weitere Verschlechterung seines US-Geschäfts mit Süßwaren und Knabberartikeln.
Der BDSI fordert die Politik in Berlin und Brüssel deshalb auf, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gezielt zu stärken. Hohe Kosten, zunehmende Bürokratie und handelspolitische Unsicherheiten erschweren Planungssicherheit und Investitionen. Wer Produktion, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland sichern wolle, müsse die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Branche verlässlich verbessern.