Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im Februar leicht verbessert. Der Index des Konsumbarometers des Handelsverbandes Deutschland kletterte auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2025, wie der Verband mitteilte. Dennoch bleibt das Stimmungsniveau schwach.
HDE: Privater Konsum dürfte zunehmen
Die Kaufbereitschaft der Verbraucher veränderte sich im Vergleich zum Vormonat kaum. Die Anschaffungsneigung stieg nur minimal, während die Sparneigung nahezu auf dem Vormonatsniveau verharrte. Das gesamtwirtschaftliche und geopolitische Umfeld sorgt den Angaben zufolge weiterhin für Verunsicherung und den Wunsch, das eigene Finanzpolster zu stärken.
Der Verband geht davon aus, dass der private Konsum in den nächsten Monaten zunehmen wird. Eine merkliche Erholung mit deutlichem Wachstum setzt nach Einschätzung des Verbandes jedoch erst ein, wenn sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen verbessern.
1.600 Personen für Konsumbarometer befragt
Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher legten sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Verbraucher blicken damit deutlich optimistischer auf die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung als noch im Januar. Auch ihre Erwartungen für die eigene Einkommenssituation erhöhten sich. Dies steht im Kontrast zur Stimmung der Unternehmen, die sich zu Jahresbeginn wenig enthusiastisch zeigen, wie der Verband mitteilte.
Offen bleibt, ob die Verbraucher in den kommenden Wochen von geopolitischen Turbulenzen unbeeindruckt bleiben und ihre Unsicherheit weiter ablegen.
Das Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Es wird vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag des Verbandes erstellt und erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats.


