Die CDU Schleswig-Holstein setzt sich für ein Verkaufsverbot für Energydrinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren auf Bundesebene ein. Der Landesverband will im Februar auf dem CDU-Bundesparteitag einen entsprechenden Antrag einbringen, wie die CDU-Landesgeschäftsführerin Antonia Grage den „Kieler Nachrichten“ sagte. Diese Maßnahme diene dem Schutz von Kindern und Jugendlichen, begründete sie das.
Verbraucherzentralen haben auch Cola im Visier
Schleswig-Holsteins Verbraucherschutzministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) rechtfertigte die Initiative mit den Inhaltsstoffen der Getränke. „Energydrinks enthalten hohe Mengen an Koffein und Zucker, die zu Unruhe, Konzentrationsproblemen oder Schlafstörungen führen können“, sagte die CDU-Politikerin. Energydrinks sollten ihrer Ansicht nach erst ab 16 Jahren verkauft werden, damit junge Verbraucher einen verantwortungsvollen Umgang damit lernen könnten.
In Deutschland existiert bislang keine Altersbeschränkung für Energydrinks. Damit unterscheidet sich die Bundesrepublik von einigen anderen europäischen Ländern, die bereits Verkaufsbeschränkungen eingeführt haben. Das betrifft zum Beispiel Litauen und Lettland. Ärzte und Verbraucherverbände fordern seit Jahren Maßnahmen gegen den Verkauf an Minderjährige.
Getränkewirtschaft wehrt sich gegen Vorwürfe
Die Verbraucherzentralen verlangten kürzlich erneut ein Verkaufsverbot an Minderjährige für alle Erfrischungsgetränke mit einem erhöhten Koffeingehalt von über 150 Milligramm je Liter. Zu dieser Kategorie zählen nach Angaben der Verbraucherzentralen viele Energydrinks und einige Colagetränke.
Die Getränkewirtschaft widerspricht der Argumentation. So betont die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (WAFG), dass der Beitrag von Energydrinks zur gesamten täglichen Koffeinaufnahme bei Erwachsenen und Jugendlichen sehr gering sei.

