Branchenschau Store Tours und neue Bühnenformate – was Besucher der Euroshop erwarten können

Hintergrund

Von Energiemanagement über Kühltechnik bis zu Ladendesign und Beleuchtung – mit einem breit gefächerten Angebot lockt die Euroshop nach drei Jahren Pause wieder in die Düsseldorfer Messehallen.

Mittwoch, 18. Februar 2026, 07:40 Uhr
Manuel Glasfort
Der Stand des Ladenbauers Schweitzer war bereits 2023 ein Eyecatcher. Bildquelle: Messe Düsseldorf

Es dauert nicht mehr lange, dann füllen sich die Hallen der Messe Düsseldorf wieder mit Handelsvertretern aus aller Welt: Am 22. Februar öffnet die Euroshop zum 60-jährigen Bestehen ihre Tore, um der Branchenöffentlichkeit die jüngsten Innovationen aus allen denkbaren Bereichen des Handels zu präsentieren. Zu den Schwerpunktthemen der Messe zählen künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Emotionalisierung und Nachhaltigkeit. Messechefin Elke Moebius hält das Konzept der Euroshop für einzigartig. „Es gibt keine andere Veranstaltung, die ein so heterogenes, stimmiges, für den Handel relevantes Angebot bietet“, ist Moebius überzeugt. „Hinzu kommt, dass die Euroshop nur alle drei Jahre stattfindet. Dadurch bietet sie den Besuchern einen Garant, auch wirklich Innovationen zu entdecken. Das wäre bei einem jährlichen Format weniger der Fall.“

Die Messeverantwortlichen rechnen mit einer regen Beteiligung: Mehr als 1.850 Aussteller aus mehr als 60 Nationen sollen es werden bei einer Nettofläche von rund 103.000 Quadratmetern. Das wären etwas mehr Aussteller als bei der vorherigen Ausgabe 2023. „Das Vermarktungsergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagt Moebius und gibt zu bedenken: „Wir befinden uns aus vielerlei Gründen in einem herausfordernden Marktumfeld.“

Die Messe gliedert sich in sieben sogenannte Erlebnisdimensionen. Den größten Bereich bildet die Dimension „Shopfitting & Store Design“ mit rund 450 Ausstellern auf über 27.000 Quadratmetern. Dort präsentieren Architekturbüros und Ladenbauer ihre Konzepte, Shop-Designs und Visual-Merchandising-Lösungen. Die Dimension „Expo & Event Marketing“ verzeichnet nach Angaben des Veranstalters eine besonders rege Nachfrage und wird daher erstmals auf zwei Hallen ausgeweitet.

Die Dimension „Refrigeration & Energy Management“ fällt mit über 25.000 Quadratmetern groß aus, was den Bedarf an nachhaltigen und energieeffizienten Kühllösungen unterstreicht. Im Kühlmöbelbereich freut sich Moebius über einige „Messerückkehrer“, die an der letzten Euroshop nicht teilgenommen hatten, wie Carrier, AHT und Hauser. Die „Lighting Dimension“ soll den Messegästen zeigen, wie durchdachte Beleuchtung Geschäfte in Erlebniswelten verwandeln und Atmosphäre schaffen kann.

Eurocis findet integriert statt

Als wesentlicher Teil der Euroshop und eigene „Dimension“ findet in diesem Jahr auch die Eurocis statt, die Messe für Handelstechnologie. Hier wird es beispielsweise um den Einsatz von künstlicher Intelligenz oder um Smart-Store-Konzepte gehen. Aussteller wie der Kassensystemhersteller Diebold Nixdorf, der Zahlungsdienstleister Payone oder der Smart-Cart-Hersteller Wanzl präsentieren den Besuchern dort ihre Neuheiten.

Apropos Besucher: 85.000 Gäste erwartet Messedirektorin Moebius und damit etwas mehr als 2023. Damals waren rund 81.000 Messebesucher aus 140 Ländern in die Düsseldorfer Messehallen gekommen, trotz Streiks im Flug-und Bahnverkehr. „Die Euroshop punktet mit ihrer Internationalität. Anders als das Präfix Euro im Messenamen vermuten lässt, ziehen wir Besucher von allen Kontinenten an“, betont Moebius.

Um den Gästen etwas zu bieten, haben sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen. Auf sieben neu gestalteten Bühnen reiht sich ein Fachbeitrag an den anderen. „Die Speaker Slots sind alle ausgebucht“, berichtet Moebius über das rege Interesse der Redner. „Besucher können sich die Vorträge unangemeldet und kostenfrei anhören.“ Unter anderem wird es um die Handelslandschaft im Nahen Osten gehen, die Revolution des Convenience-Geschäfts und smarte Schädlingsbekämpfung im Lebensmitteleinzelhandel.

Mehrere Sonderflächen ergänzen das Programm. Im Designers’ Village zeigen internationale Architekturbüros ihre Konzepte. Neu ist die Sonderfläche VM Experience, die Visual Merchandising – die visuelle Gestaltung von Verkaufsflächen – interaktiv erlebbar macht. Der Food Service Innovation Hub beleuchtet die digitale Transformation in der Handelsgastronomie.

Erstmals geführte Store Tours

Erstmals richtet die Messe geführte Touren zu Schwerpunktthemen wie nachhaltige Materialien, Handelstechnologie und Energiemanagement aus. Als weiteres Novum bietet die Euroshop geführte Touren jenseits des Messegeländes, wie Moebius berichtet: „Wir bieten erstmalig sogenannte Store Tours an, weil die Düsseldorfer Handelslandschaft – auch wenn es nicht New York, London oder Paris ist – trotzdem sehr lebendig ist und viel zu bieten hat.“

Insgesamt haben die Macher der Euroshop im 60. Jahr ihres Bestehens ein vielversprechendes Angebot zusammengestellt mit fast allem, was das Händlerherz begehrt.