Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im November 2025 um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Damit verteuerten sich Nahrungsmittel binnen Jahresfrist unterdurchschnittlich, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die allgemeine Inflationsrate lag im November bei 2,3 Prozent. Eine noch niedrigere Teuerungsrate für Nahrungsmittel wurde zuletzt im Januar 2025 erreicht.
Besonders deutlich verteuerten sich Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren um 9,0 Prozent. Schokolade kostete 19,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch Fleisch und Fleischwaren wurden spürbar teurer. Die Preise stiegen um 4,2 Prozent, bei Rind- und Kalbsfleisch betrug der Anstieg sogar 13,8 Prozent. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 6,4 Prozent, Kaffee und Ähnliches um 21,1 Prozent.
Einige Nahrungsmittelgruppen wurden hingegen günstiger als ein Jahr zuvor. Speisefette und Speiseöle verbilligten sich um 14,8 Prozent. Butter kostete 22 Prozent weniger, Olivenöl 17,4 Prozent weniger. Auch frisches Gemüse wurde deutlich günstiger und verbilligte sich um 4,2 Prozent. Kartoffeln kosteten 13,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Präsidentin Brand sieht Stabilisierung der Verbraucherpreise
Gegenüber dem Vormonat Oktober blieben die Preise für Nahrungsmittel insgesamt stabil. Allerdings zogen die Preise für Obst um 0,5 Prozent und für Gemüse um 2,1 Prozent an. Verbraucherfreundlich in der Vorweihnachtszeit war der erneute Preisrückgang bei Butter um 4,6 Prozent binnen Monatsfrist, nachdem die Butterpreise bereits im Oktober um 10,0 Prozent gesunken waren. Auch die Schokoladenpreise gaben gegenüber dem Vormonat um 1,5 Prozent nach.
„Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich zum Jahresende vorerst stabilisiert“, zitierte das Statistische Bundesamt seine Präsidentin Ruth Brand in der Mitteilung. Dämpfend auf die Inflationsrate wirkten die Preisentwicklungen bei Energie und Nahrungsmitteln. Der Preisauftrieb bei Dienstleistungen wirke hingegen weiterhin erhöhend.

