Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Februar 2026 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Damit schwächte sich der Preisauftrieb deutlich ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Januar hatte die Teuerung bei Nahrungsmitteln noch 2,1 Prozent betragen.
Bei einzelnen Produktgruppen zeigten sich sehr unterschiedliche Entwicklungen. Besonders stark verteuerten sich Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren mit einem Plus von 8,1 Prozent. Schokolade kostete sogar 13,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 4,5 Prozent, wobei Rind- und Kalbfleisch um 14,5 Prozent und Geflügelfleisch um 8,2 Prozent zulegten. Obst und frisches Gemüse kosteten jeweils 4,3 Prozent mehr. Eier verteuerten sich erneut merklich um 14,5 Prozent.
Deutlich günstiger wurden hingegen Speisefette und Speiseöle, die um 19,7 Prozent sanken. Butter verbilligte sich um 32,9 Prozent, Olivenöl um 12,8 Prozent. Auch Kartoffeln wurden mit einem Rückgang von 18,1 Prozent deutlich günstiger. Molkereiprodukte sanken um 4,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Januar stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Februar um 0,1 Prozent, wobei frisches Gemüse um 2,7 Prozent teurer wurde.
Statistisches Bundesamt meldet Rückgang der Gesamtinflation
Die Gesamtinflationsrate in Deutschland lag im Februar bei 1,9 Prozent, nach 2,1 Prozent im Januar. „Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Februar leicht abgeschwächt“, sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamts. „Vor allem die Teuerung bei Nahrungsmitteln hat sich deutlich verringert und wirkte sich preisdämpfend aus, während Dienstleistungen die Inflationsrate weiterhin erhöhten.“
Alkoholfreie Getränke verteuerten sich binnen Jahresfrist um 5,3 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Kaffee, Tee und Kakao mit einem Plus von 16,7 Prozent. Tabakwaren kosteten 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie lag im Februar bei 2,5 Prozent.