Preise sinken Orangensaft wird wieder günstiger

Die Preise für Orangensaft gehen zurück. Grund ist eine deutlich bessere Ernte in Brasilien. Das frühere Preisniveau erreichen die Produkte aber noch nicht.

Freitag, 12. Dezember 2025, 10:29 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Kunden können sich freuen: Orangensaft ist wieder etwas günstiger geworden. In den letzten Jahren waren die Preise stark gestiegen. Der Saft ist aber längst nicht mehr so gefragt, wie er mal war. Bildquelle: VdF e.V.

Die Preise für Orangensaft sinken wieder. Nach deutlichen Steigerungen in den vergangenen Jahren geben die Preise bei Discountern und Supermärkten nach. Grund sind bessere Ertragsprognosen in Brasilien, wie die Marktanalystin Eva Würtenberger von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mitteilt.

Die brasilianische Orangenernte 2025/26 fällt laut aktueller Schätzung knapp 28 Prozent stärker aus als im Vorjahreszeitraum, wie die AMI berichtet. Die Vorsaison war wegen Dürre und Hitze besonders schlecht verlaufen. Brasilien produziert weltweit den meisten Orangensaft und liefert den Großteil in die Europäische Union.

Die großen Handelsketten haben die Preise kürzlich gesenkt. Das frühere Niveau erreichen sie jedoch noch nicht. Verbraucher mussten in den vergangenen Jahren für Orangensaft oder ähnliche Fruchtsäfte immer tiefer in die Tasche greifen. Laut Statistischem Bundesamt zahlten sie im Sommer dieses Jahres rund 79 Prozent mehr als 2020.

Verbraucher trinken weniger Orangensaft

Auch wegen der gestiegenen Preise trinken die Menschen in Deutschland weniger Orangensaft. 2024 lag der Pro-Kopf-Verbrauch nach Angaben des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie bei 4,2 Litern, im Jahr zuvor waren es noch 6,8 gewesen. Der Konsum sinkt seit Jahren: Im Jahr 2000 tranken die Menschen im Schnitt noch 9,5 Liter Orangensaft pro Person.

Auch bei anderen Säften greifen die Verbraucher seltener zu. Der Pro-Kopf-Verbrauch bei Apfelsaft sank zwischen 2000 und 2024 von 12,2 auf 5 Liter. Der Rückgang bei beiden Sorten hängt laut Branchenangaben vor allem damit zusammen, dass jüngere Menschen heute insgesamt weniger Säfte und Schorlen trinken.

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