Tarifkonflikt im Norden Warnstreik legt Edeka-Zentrallager lahm

Die Gewerkschaft will für die Mitarbeiter in einem Edeka-Zentrallager in Norddeutschland mehr Geld. Der Arbeitgeber bietet weniger als gefordert. Deshalb wird nun gestreikt. Das könnten Supermarktkunden bald spüren.

Donnerstag, 27. November 2025, 10:09 Uhr
Lea Pichler
Verdi hatte zum Warnstreik in einem Edeka-Zentrallager aufgerufen, um den Druck auf die Arbeitgeber in den laufen Tarifverhandlungen zu erhöhen (Symbolfoto). Bildquelle: Getty Images

Ein Warnstreik in einem Zentrallager der Edeka-Gruppe in Lüttow-Valluhn im mecklenburgischen Landkreis Ludwigslust-Parchim könnte in den kommenden Tagen zu Engpässen bei Obst, Gemüse und anderen Lebensmitteln in Edeka-Märkten im Norden führen. An dem Ausstand beteiligen sich mehrere hundert Mitarbeiter aus der Früh- und Spätschicht, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Die Teams der Frühschicht legten ihre Arbeit seit 4.00 Uhr nieder.

In dem Lager arbeiten den Angaben zufolge rund 800 Menschen in drei Schichten. Über das Zentrallager werde zu großen Teilen die Lebensmittelversorgung in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sichergestellt. „Die zeitkritischen Produktions- und Logistikabläufe werden massiv gestört“, zitierte Verdi einen Sprecher in der Mitteilung.

 Verdi fordert 200 Euro mehr pro Monat

Verdi rief zu dem Warnstreik auf, um den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Die Gewerkschaft fordert für alle Entgeltgruppen 200 Euro mehr pro Monat bei einer Laufzeit von einem Jahr. In der dritten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber ein dreistufiges Angebot mit Erhöhungen von 120 Euro brutto in zwei Jahren vorgelegt.

Die Tarifkommission lehnte das Angebot nach Verdi-Angaben einstimmig ab, weil damit lediglich ein Inflationsausgleich gezahlt werde. Ein Termin für die vierte Verhandlungsrunde steht noch nicht fest. Sollte es kurzfristig keinen neuen Vorschlag für einen vierten Termin geben, werde es weitere Aktionen am Standort geben, teilte der Verdi-Sprecher mit.

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