Die Beliebtheit von Spargel sinkt in Deutschland. Jeder vierte Erwachsene mag das Stangengemüse nicht mehr, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Vor drei Jahren lehnte nur jeder Fünfte Spargel ab.
Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung in der Generation Z. 42 Prozent der 18- bis 24-Jährigen mögen Spargel nach eigenen Angaben „gar nicht“ oder „eher nicht“. Bei den über 55-Jährigen liegt dieser Wert bei lediglich 19 Prozent. Frauen zeigen sich dem Gemüse gegenüber aufgeschlossener als Männer – 74 Prozent der Frauen mögen Spargel, bei den Männern sind es 70 Prozent.
Trotz des Generationenkonflikts bleibt Spargel in Deutschland insgesamt beliebt. 49 Prozent der Befragten mögen ihn „sehr“, weitere 23 Prozent „etwas“. Die Deutschen verzehrten im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,2 Kilogramm frischen Spargel pro Kopf, wie das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände mitteilte.
Spargel nimmt in Deutschland mit knapp 200 Quadratkilometern die größte Anbaufläche aller Gemüsesorten ein. Die traditionelle Spargelsaison läuft vom Frühlingsanfang bis zum 24. Juni. Besonders gefragt sind regional angebaute Sorten wie Schwetzinger Spargel aus Baden-Württemberg, Beelitzer aus Berlin und Brandenburg, Schrobenhausener aus Bayern oder Münsterländer Spargel aus Nordrhein-Westfalen.
