Verbraucherumfrage Akzeptanz für Fleisch aus dem 3D-Drucker steigt

Die Aufgeschlossenheit der Verbraucher für kultiviertes Fleisch aus dem 3D-Drucker nimmt in Deutschland deutlich zu. Laut einer Bitkom-Umfrage können sich 24 Prozent der Bundesbürger vorstellen, diese Alternative zu probieren – vor sechs Jahren waren es nur 13 Prozent. Besonders aufgeschlossen zeigen sich Menschen unter 50 Jahren.

Montag, 12. Mai 2025, 08:27 Uhr
Theresa Kalmer
Immer mehr Menschen hinterfragen ihren Fleischkonsum und suchen nach Alternativen: Fleisch aus dem 3D-Drucker scheint eine Option zu sein. Bildquelle: Getty Images

Der Digitalverband Bitkom verzeichnet eine wachsende Akzeptanz für kultiviertes Fleisch aus dem 3D-Drucker. Inzwischen kann sich jeder vierte Bundesbürger vorstellen, diese Alternative zu herkömmlichem Fleisch zu essen, wie der Verband mitteilte. Dies entspricht einem Anteil von 24 Prozent – vor sechs Jahren lag dieser noch bei 13 Prozent.

Besonders aufgeschlossen zeigen sich jüngere Menschen. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen können sich 33 Prozent den Verzehr von kultiviertem Fleisch aus dem 3D-Drucker vorstellen. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 35 Prozent. Deutlich zurückhaltender sind die älteren Generationen: Von den 50- bis 64-Jährigen würden nur 18 Prozent diese Alternative wählen, bei den über 65-Jährigen sind es 14 Prozent.

31 Prozent der Befragten sehen in dem Verfahren einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Lebensmittelproduktion. „Das Verfahren ermöglicht es, Produkten Aussehen und Textur zu geben, die konventionellem Fleisch ähneln – hat dabei aber einen erheblich geringeren ökologischen Fußabdruck“, erläutert Margareta Maier, Referentin für Digital Farming beim Bitkom.

Verbraucher scheuen höhere Preise

Die Zahlungsbereitschaft für das kultivierte Fleisch bleibt allerdings gering. Nur 7 Prozent der Befragten würden dafür mehr Geld ausgeben als für herkömmliches Fleisch. 17 Prozent betrachten Lebensmittel aus dem 3D-Drucker als reine Luxusprodukte. Dass sich ein Lebensmitteldrucker künftig als fester Bestandteil in Privathaushalten etabliert, erwarten nur 15 Prozent. „Lebensmitteldrucker sind derzeit in der Regel noch relativ teuer und auf spezielle Zutaten angewiesen“, begründet Maier die geringe Verbreitung.

Die repräsentative Befragung führte der Bitkom unter 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland durch.

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