Studie Vegane Produkte wachsen deutlich stärker als Gesamtmarkt

Vegane Ernährung liegt weiter im Trend. Das belegen neue Zahlen des Marktforschungsunternehmens Yougov. Der Umsatz mit veganen Produkten ist demnach im vergangenen Jahr um 10 Prozent gestiegen. Der Gesamtmarkt für schnelldrehende Konsumgüter legte dagegen nur um 2 Prozent zu.

Dienstag, 14. Januar 2025, 10:36 Uhr
Julia Krone
Einkaufstrend bei veganen Produkten: Gemüse und pflanzliche Alternativen gewinnen weiter an Bedeutung. Bildquelle: LP-Archiv / Carsten Hoppen

Der Markt für vegane Produkte wächst deutlich schneller als der Gesamtmarkt für Konsumgüter. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Yougov stieg der Umsatz mit veganen Produkten im Jahr 2024 um 10 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Segment im Discount-Kanal. Zwischen 2020 und 2024 wuchs die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen bei den Discountern nach Angaben von Yougov um 114 Prozent. Auch die Drogeriemärkte trugen mit einer breiteren Verfügbarkeit veganer Alternativen zu der positiven Entwicklung bei.

Der Trend zu veganen Produkten spiegelt sich auch im Verbraucherverhalten wider. Laut der Erhebung reduzieren 46 Prozent der Befragten in diesem Jahr bewusst ihren Fleischkonsum – ein Anstieg um 5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. 22 Prozent der Verbraucher nehmen Milchersatzprodukte auf pflanzlicher Basis als echte Alternative wahr.

Label für vegane und vegetarische Produkte wird bekannter

Das V-Label als Kennzeichnung für vegane und vegetarische Produkte erkennen nach Angaben von Yougov mittlerweile 69 Prozent der Verbraucher. Beim Haltungsform-Siegel für Fleischprodukte zeigt sich dagegen noch Aufklärungsbedarf. „Wenn sich Konsumenten jedoch intensiver mit den Labels auseinandersetzen, erleben sie oft einen Aha-Effekt – die Bedeutung des Siegels wird klarer und es gewinnt an Relevanz“, so Yougov Senior Managerin Viola Löhle.

Um die Entwicklungen besser analysieren zu können, hat Yougov die Merkmale „Vegan“ und „Haltungsform“ in sein Shopper Panel aufgenommen. Die Erhebung erfolgt unter anderem durch KI-gestützte Bilderkennung. Ein erstes Update der Datenbasis plant das Unternehmen für das erste Quartal 2025.

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