Die Inflationsrate in Deutschland wird im Jahresdurchschnitt 2024 voraussichtlich auf 2,2 Prozent sinken. Dies teilte das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Die Teuerung schwächt sich damit im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ab.
Im Jahr 2023 hatte die durchschnittliche Inflationsrate noch bei 5,9 Prozent gelegen. 2022 waren die Verbraucherpreise sogar um 6,9 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Dazu beigetragen hatte der russische Überfall auf die Ukraine im Februar 2022, in dessen Folge die Energiepreise stark gestiegen waren.
Inflationsdruck bei Nahrungsmitteln lässt nach
Auch bei den Nahrungsmitteln ließ der Preisauftrieb verglichen mit den Vorjahren nach. 2023 hatte das Plus in diesem Bereich noch bei 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gelegen. Eine Zahl für das Gesamtjahr 2024 hat das Statistische Bundesamt bisher nicht veröffentlicht, jedoch bewegte sich die monatliche Inflation bei den Nahrungsmitteln in der zweiten Jahreshälfte bei rund 2 Prozent.
Für Dezember 2024 erwartet das Statistische Bundesamt eine Inflationsrate von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Kerninflation, also die Teuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, wird den Angaben zufolge bei 3,1 Prozent liegen.
