Recruiting Ohne Karriereseiten geht's nicht

Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels spielen Karriereseiten eines Unternehmens eine wichtige Rolle, um zukünftige Mitarbeiter zu begeistern. Laut einer EHI-Studie bieten die meisten Einzelhändler solche Seiten zwar an, diese könnten jedoch verbessert werden.

Donnerstag, 06. Oktober 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Getty Images

Fast alle der 100 umsatzstärksten stationären Einzelhändler in Deutschland besitzen einen entsprechenden Internetauftritt, wie die EHI-Studie „Karriereseiten des stationären Einzelhandels“ zeigt. „Karriereseiten sind nach wie vor Dreh- und Angelpunkt von Employer Branding und Recruiting-Maßnahmen. Kaum ein Unternehmen kann es sich leisten, ohne Karriereseite im Netz vertreten zu sein“, sagt Vanessa Tuncer, Leiterin Forschungsprojekt Personal beim EHI und Co-Autorin der Studie.

97 der 100 umsatzstärksten stationären Einzelhändler in Deutschland verfügen laut der Studie über eine Karriereseite. Beim Rest handle es sich um Genossenschaften oder Verbünde, wo zwar einzelne Händler Karriereseiten betreiben würden, nicht aber die Dachorganisation.

Um auf den eigenen Arbeitgeberauftritt aufmerksam zu machen und damit die Karriereseite auch von potenziellen Bewerbern möglichst einfach gefunden werden kann, sollte sie gut sichtbar auf der Unternehmenswebsite verlinkt sein. Doch lediglich 22 Prozent der untersuchten Karriereseiten würden auf den eigenen Unternehmenswebseiten sowohl gut sichtbar im Header als auch im Footer verlinkt werden. Die überwiegende Mehrheit der Händler zeige den Link ausschließlich im Footer-Bereich ihrer Website (59 Prozent). 6 Prozent verlinkten die Karriereseite gar nicht.

Beim Bewerbungsprozess erweist sich die Onlinebewerbung als bevorzugter Weg – 95 Prozent der untersuchten Handelunternehmen bevorzugten diese Bewerbungsform. Bei einem Fünftel müssten Bewerber zwingend ein Benutzerkonto angelegen, was aus Kandidatensicht eine weitere Hürde im Bewerbungsprozess darstelle.

Bis auf wenige Ausnahmen ist der Leitsatz „Mobile first“ im Recruiting angekommen: 89 Prozent der untersuchten Karriereseiten seien durchgängig mobil optimiert. Dazu gehörten sowohl die Karriereseite als auch die Jobbörse, die Stellenanzeigen und auch das Online-Bewerbungsformular.

Allerdings fordern die meisten Unternehmen nach wie vor Lebenslauf (100 Prozent), Anschreiben (92 Prozent) und Zeugnisse (90 Prozent) an, was eine Bewerbung mit dem Smartphone erschwere und zum Abbruch der mobilen Candidate Journey führen könne. Zwar ermöglichten immerhin 26 Prozent eine One-Click-Bewerbung mit dem Lebenslauf aus einem Business-Netzwerk wie Linkedin, trotzdem müssten dabei oft Dokumente noch zusätzlich verschickt werden.

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