Trotz Inflation Handel baut Filialnetz aus

Mit der Inflationsentwicklung und der damit einhergehenden gedämpften Konsumstimmung kommen weitere Herausforderungen auf den Einzelhandel in Deutschland zu. Dennoch strebt gegenwärtig die Hälfte der Unternehmen die Expansion ihrer Filialen an, so ein Ergebnis des EHI-Whitepapers „Expansionstrends 2022“.

Dienstag, 20. September 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Handel baut Filialnetz aus
Bildquelle: Getty Images

„Trotz hoher Bau-, Modernisierungs- und Nebenkosten will weiterhin gut jedes zweite Unternehmen sein Filialnetz ausbauen. Besonders expansiv sind die Branchen Drogerie, Gesundheit & Beauty, Möbel, Hobby & Freizeit, Gastronomie sowie der allgemeine Bedarf, wozu auch Nonfood-Discounter gehören“, erklärt Lena Knopf, Projektleiterin Forschungsbereich Handelsimmobilien und Expansion beim EHI.

Umsatzerwartung: Handel mit gemischten Gefühlen

Insgesamt geben 51 Prozent der Expansionsverantwortlichen an, zum Jahresende mehr Standorte zu haben als im Vorjahr. 25 Prozent führen weiterhin eine gleichbleibende Anzahl von Standorten, 24 Prozent der Vertriebslinien sind dabei, ihr Filialnetz auf den Prüfstand zu stellen und auszudünnen. Dies betrifft vor allem Unternehmen aus den Branchen Unterhaltungselektronik & Telekommunikation, Schuhe & Accessoires sowie Bekleidung – und ist ein Trend, der schon mehrere Jahre anhält.

Mit Blick auf die Umsatzerwartung für das zweite Halbjahr geben die befragten Händler ein uneinheitliches Bild ab. Mit 38 Prozent rechnet eine Mehrheit mit steigenden Umsätzen im Vergleich zur Vorjahresperiode, 31 Prozent erwarten dagegen sinkende Umsätze. 32 Prozent glauben an stabile Umsätze.

Positive Entwicklung für Fachmarktzentren und Quartierslagen vorausgesagt

Für die Zukunft erwarten die meisten Händler (70 Prozent), dass sich die bislang krisensicheren Fachmarktzentren weiterhin positiv entwickeln und als Standort profitieren werden. Auch bei Quartierslagen (48 Prozent) gehen viele Expansionsverantwortliche von einer positiven Entwicklung aus. Die Vorteile sind dabei, dass die Nähe zur Wohnbevölkerung und die Mischung verschiedener Besuchsgründe eine stabile Frequenz generieren. Skeptisch sehen die Retailer Nebenlagen in Oberzentren und vor allem Shopping-Center. Hier braucht es dringend neue und frische Strategien, diese Lagen durch eine sinnvolle Gestaltung und Nutzung zukunftsfähig zu machen.

Anhaltspunkte können beispielsweise die beliebten Co-Nutzungsarten an Mixed-Use Standorten sein. Während Wohnungen aus Sicht des Handels am beliebtesten sind (59 Prozent), werden auch Gastronomie (48 Prozent), medizinische Einrichtungen (46 Prozent) oder Freizeit & Entertainment (42 Prozent) gerne in der Nachbarschaft gesehen. Während die meisten Nutzungsarten im Jahresvergleich recht konstant bewertet werden, haben vor allem Freizeit- und Entertainmentangebote dieses Jahr einen Sprung nach oben in der Händlerbewertung gemacht. Schließlich sah letztes Jahr darin nur jeder dritte Befragte einen positiven Impuls.

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