EHI-Studie Personal kostet 13 Prozent des Umsatzes

Die EHI-Studie „Personalkosten im Handel“ gliedert die Personalkosten nach Abteilungen und Aktivitäten auf. Außerdem entlarvt sie die größten Kostentreiber und zeigt Möglichkeiten der Kostensenkung auf.

Mittwoch, 14. September 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Personal kostet 13 Prozent des Umsatzes
Bildquelle: Getty Images

Der Erfolg eines Supermarktes hängt wesentlich vom fachkundigen Personal ab, dieses trägt allerdings auch erheblich zu den Kosten des Unternehmens bei. Nach der EHI-Studie müssen in Supermärkten rund 13 Prozent des Umsatzes im Supermarkt für Personal einplant werden.

Die meisten Wochenstunden verbringen Mitarbeitende mit durchschnittlich 27,4 Prozent mit der Bedienung von Kunden. Mit 20,5 Prozent wird danach die meiste Zeit der Wochenstunden an der Kasse gearbeitet und 14,6 Prozent beim Trockensortiment verbracht.

In den anderen Bereichen halten sich die Mitarbeitenden unter 10 Prozent der Wochenzeit auf: Beim Obst und Gemüse sowie bei Mopro sind es 9,3 Prozent, in der Verwaltung/Sonstiges 9,1 Prozent und in der Getränkeabteilung 7,8 Prozent. Die Beschäftigung am Tiefkühlsortiment scheint mit 2 Prozent am wenigsten zeitaufwändig zu sein.

Die Studie hat zudem untersucht, wieviel Zeit genau für welche Tätigkeiten in den einzelnen Bereichen benötigt wird. Dabei stellte sich heraus, dass der Bereich Obst und Gemüse mit 82 Stunden pro Woche die meiste Zeit in Anspruch nimmt, wobei die Warenverräumung, Nachverräumung und Preisauszeichnung der Frischeware mit 69 Stunden den größten Anteil ausmacht. Der Wareneingang und somit die Kontrolle, das Umpacken und der Transport im Markt sowie Disposition und Inventur inklusive Bestandskorrektur benötigen durchschnittlich 6,5 Stunden.

Mit 7 Stunden für Wareneingang und 3,7 Stunden für Disposition/Inventur verlangt die Pluskühlung rund 67,2 Stunden Pflege pro Woche. Sie landet damit auf dem zweiten Platz der Anteile von Arbeitsstunden, worauf AfG/Bier mit 45,4 Stunden und Süßwaren mit 17,9 Stunden folgen. Mit nur 11,6 Stunden beansprucht das Sortiment Drogeriewaren den geringsten Zeitaufwand. In allen Bereichen kostet das Handling der Ware die meiste Zeit.

Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI und Studienautor: „Die meisten Einzelhändler verzichten aus Zeitgründen auf eine detaillierte Prüfung am Wareneingang. Allerdings: Wenn die Bestückung der Paletten und Rollbehälter bereits im Lager Regal- und Verräumungs-optimiert erfolgt, wird das den Prozess des Verräumens erheblich verkürzen“.

Dabei sticht insbesondere die große Menge an Arbeitsstunden für die Pluskühlung hervor. Antreiber dafür sind die Haltbarkeit beziehungsweise das MHD und insgesamt die Kleinteiligkeit. Hier sollte bei den engen Margen nach Atzbergers Empfehlung jede Vereinfachung geprüft werden.

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