Krisenrobust Umsatzrekord für Fairtrade-Produkte

Verbraucher in Deutschland haben im Jahr 2021 rund 9 Prozent mehr für Fairtrade-Produkte ausgegeben als noch 2020. Das teilte Fairtrade Deutschland mit. Damit sei ein Umsatzrekord von 2,1 Milliarden Euro erzielt worden.

Mittwoch, 11. Mai 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Umsatzrekord für Fairtrade-Produkte
Bildquelle: Carsten Hoppen

Der Umatz liegt somit höher als im Vor-Corona-Jahr 2019. Im ersten Pandemie-Jahr hatte Fairtrade Deutschland eine leichte Umsatzdelle verzeichnet, die auf Preiskämpfe sowie Schließungen der Gastronomie und damit einhergehende Herausforderungen für das Außer-Haus-Geschäft  zurückzuführen war (LP berichtete).

Der Umsatzrekord 2021 sei ein starkes Zeichen in schwierigen Zeiten, sagt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland. „30 Jahre nach Gründung des Fairtrade-Siegels in Deutschland zeigt das: Der faire Handel ist krisenrobust und macht zugleich Menschen in den Anbauländern robuster gegen Krisen“, so Overath weiter.

Trotz der Pandemie-Auswirkungen auf den Gastronomie Betrieb sei auch der Absatz von Fairtrade-Kaffee mit einem Marktanteil von fünf Prozent stabil geblieben. Der Kakao-Absatz sei mit 7 Prozent deutlich im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und habe einen Marktanteil von 16 Prozent. Auch die Verkäufe vom fairen Tee legten mit 19 Prozent stark zu. Das dynamischte Wachstum verzeichnete der Faire Handel im Segment Blumen. Mit 631 Millionen Stielen wurden 25 Prozent mehr faire Rosen im deutschen Handel verkauft. Damit liegt der Marktanteil der gesiegelten Rosen bei 36 Prozent. Im leichten Rückgang der Fairtrade-Bananen-Verkäufe um 3 Prozent spiegelt sich laut Fairtrade Deutschland der anhaltende Preisdruck innerhalb seiner Branche wider. Hier liegt der Marktanteil bei fairen Produkten bei 14 Prozent.

Die fairen Produzenten in den Kakao-Anbauländern Westafrikas hätten ebenfalls mit den Folgen des Krieges in der Ukraine und der Pandemie zu kämpfen. Gründe seien massive Kostensteigerungen für Treibstoff, Dünger und Lebensmittel. Auch die Klimakrise sei ein starker Kostentreiber. Anne Marie Yao, Kakaoexpertin von Fairtrade Africa, erklärt dazu: „Sichere Einkommen, Know-how und Planungssicherheit sind angesichts dieser Krisen wichtiger denn je. Fairtrade trägt zur Resilienz der Bäuerinnen und Bauern bei, zum Beispiel, wenn es darum geht, sich gegen den Klimawandel zu wappnen.“ Darüber hinaus habe Fairtrade im Zuge der Pandemie rund 15 Millionen Euro im Rahmen Covid-Hilfs-Fonds bereitgestellt.

Der Aufsichtsratsvorsitzender von Fairtrade Deutschland Dr. Matthias Lehnert appellierte an Wirtschaft, Politik und Verbraucher: „Angesichts des Ukrainekriegs und der anhaltenden Folgen der Pandemie darf fairer Handel nicht ins Hintertreffen geraten. Handelsgerechtigkeit ist eine notwendige Voraussetzung für eine friedliche Welt.

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