Geschäftsjahr Rewe wächst um zwei Milliarden Euro

Die Rewe Group verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 national wie international eine positive Umsatzentwicklung. Der Gesamtaußenumsatz stieg um zwei Milliarden Euro auf 76,5 Milliarden Euro.

Dienstag, 05. April 2022, 12:07 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Rewe Group

Die Rewe Group verzichtet in diesem Jahr teilweise auf Spanne. Vorstandsvorsitzender Lionel Souque spricht in diesem Zusammenhang von einem „dreistelligen Millionenbetrag“ seit Anfang des Jahres – Preissteigerungen, die man nicht eins zu eins an die Verbraucher weitergeben können. Aber, so betont er: „Wir haben letztes Jahr gut verdient“, das spiegeln die Zahlen des Geschäftsjahres wider.

Die Zeit der Jahresgespräche, die tatsächlich nur einmal pro Jahr stattfinden, ist laut Hans-Jürgen Moog, Bereichsvorstand Ware, vorüber, heute müsse man deutlich häufiger mit den Lieferanten sprechen. Dabei nehme die Rewe Group die Probleme der Hersteller „sehr ernst“, die mit stark steigenden Rohstoff- und Energiekosten zu Recht kommen müssten. Wichtig sei generell zu klären, ob sich die Lieferanten ausreichend mit Logistik-Kapazitäten eingedeckt hätten. Vorstandschef Souque geht von Preiserhöhungen im Rewe-Sortiment aus, nennt aber keine konkreten Zahlen. Alle Warengruppen seien betroffen.

Vorteilhaft für den Konzern: Die Rewe Group betreibt keine eigenen Geschäfte in der Ukraine oder Russland, aus beiden Ländern hat man sich vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs verabschiedet.

Wie der Konzern bekannt gibt, verzeichneten die selbstständigen Rewe-Kaufleute in Deutschland letztes Jahr erneut ein überdurchschnittliches Wachstum: Nach einem Umsatzplus von 20,5 Prozent im Jahr 2020 erzielten sie 2021 ein weiteres Plus in Höhe von 4,8 Prozent. Zeitgleich stiegen die Investitionen des Kölner Handels- und Touristikunternehmens von 1,9 Milliarden auf 2,3 Milliarden Euro.

Der touristische Arm der Gruppe, DER Touristik, hat seine Verluste halbiert und erzielte 2021 41 Prozent des Jahresumsatzes 2019 vor der Pandemie. „Leider war auch das zurückliegende Jahr geprägt von zahlreichen Belastungen durch die Corona-Pandemie. Darunter hat erneut unsere Touristik-Sparte gelitten“, argumentiert Souque. Auch die Baumarktsparte, darunter Toom Baumarkt, habe durch den Lockdown Anfang 2021 gelitten. Umso erfreulicher sei daher der starke Lebensmittelhandelsumsatz gewesen, der die Umsatzzuwächse aus 2020 teils nochmal getoppt habe.

„Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie haben wir bewiesen, dass unsere Geschäftsmodelle im In- und Ausland sehr robust sind und wir trotz aller Herausforderungen weiter aus eigener Kraft organisch wachsen“, unterstreicht Souque. Mithilfe der Investitionen arbeite man national und international an der umfassenden Modernisierung und Digitalisierung des Geschäfts. Als Beispiele führt Souque etwa den Roll-out des Markthallenkonzepts bei Penny und den ersten Pick&Go-Markt von Rewe an.

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