Bananen Fairtrade warnt vor Preisspirale

Anlässlich der Messe Fruit Logistica in Berlin warnt Fairtrade vor den Folgen einer neuen Preisspirale bei Bananen. Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland, pocht auf eine gerechtere Kostenverteilung entlang der Lieferkette.

Dienstag, 05. April 2022, 11:08 Uhr
Lebensmittel Praxis

„Wenn wir über zukunftsfähige Lieferketten sprechen, müssen wir auch über eine gerechtere Verteilung von Kosten sprechen“, wird Overath in einer Fairtrade-Pressemeldung zitiert. „Obwohl die Produktionskosten in den vergangenen Monaten eskaliert sind, wird in Deutschland weiter gefeilscht, wer die günstigste Banane anbietet. Das ist absurd. Einige Produzenten müssen schon jetzt Düngezyklen aussetzen, weil die Kosten zu hoch sind.“

Seit Monaten, so Fairtrade, kämpfen Bananenproduzenten mit sinkenden Preisen und steigenden Kosten für Verpackung und Transport: Alleine durch die Pandemie seien die Frachtkosten um 60 Prozent gestiegen. Fairtrade hat aus diesen Gründen seinen Mindestpreis erhöht und unterstützt darüber hinaus Erzeuger beim effizienteren Bananenanbau. Gleichzeitig, betont Silvia Campos, Produktmanagerin für Bananen bei Fairtrade International, werden die Folgen des Klimawandels immer spürbarer. „Um die Produktion von morgen zu sichern, muss heute in Klimaanpassung investiert werden. Dazu sind alle Akteure der globalen Lieferkette gefragt. Verantwortungsvolle Geschäftspraktiken sind ohne einen fairen Preis nicht glaubwürdig.“

In einem offenen Brief hat Fairtrade zusammen mit sieben Agrarministern aus führenden Bananenanbauländern eine geteilte Verantwortung aller Akteure der Lieferkette eingefordert. Zudem wollen relevante Akteure der Branche auf der Fruit Logistica eine freiwillige Selbstverpflichtung für mehr Klimaschutz unterzeichnen: darunter Fairtrade Deutschland, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Kaufland.

 

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