Umfrage Gesund zu essen genügt nicht

Eine ausgewogene Ernährung muss laut einer Forsa-Umfrage schmecken, nahrhaft und abwechslungsreich sein. Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) betont jedoch, dass zu einem gesunden Leben mehr als eine gesunde Ernährung gehöre und erinnert die Regierung an die Umsetzung ihrer Ernährungsstrategie.

Mittwoch, 16. März 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
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Bereits heute bietet der Lebensmittelhandel eine breite Palette vielfältiger Nahrungsmittel, die es Verbrauchern ermöglicht, sich ausgewogen und gesundheitsfördernd zu ernähren, heißt es in einer Pressemeldung des BVLH. Laut einer Forsa-Umfrage unter 1.004 Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren käme der Lebensmittelhandel diesem Anspruch sehr nah. So seien 72 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sie in der Regel alle Nahrungsmittel in einem Umfang und einer Qualität kaufen könnten, wie man sie für eine ausgewogene Ernährung benötigt. Die 18-bis 29-Jährigen stimmen sogar zu 87 Prozent zu.

Dabei haben die Menschen klare Vorstellungen, wie eine ausgewogene Ernährung aussehen soll. 60 Prozent stimmen in der Umfrage der Aussage voll und ganz zu, dass die Ernährung den Körper optimal mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgen muss. Der Geschmack dürfe dabei aber keinesfalls zu kurz kommen: 57 Prozent der Befragten sind voll und ganz der Auffassung, dass eine ausgewogene Ernährung schmecken muss. Außerdem sollte sie abwechlungsreich sein.

Weiter wurde in der Umfrage danach gefragt, welche Faktoren den Befragten wichtig seien, um ein gesundes Leben zu führen. Die Antworten: guter Schlaf, gute soziale Beziehungen und wenig Stress. Deshalb sei ein gesundes Leben mehr als gesunde Ernährung, betont der BVLH. In diesem Zusammenhang macht der BVLH darauf aufmerksam, dass ein Großprojekt der Ampel-Koalition etwas in den Hintergrund getreten sei: Die Erarbeitung und Umsetzung einer Ernährungsstrategie. Sie soll laut Koalitionsvertrag „eine gesunde Umgebung für Ernährung und Bewegung“ schaffen.

Bei der Erarbeitung der Ernährungsstrategie bietet der BVLH der Bundesregierung eine enge Zusammenarbeit mit dem Lebensmittelhandel an. „Um einen wirksamen Wandel in der Gesellschaft zu erreichen, bedarf es beim Kampf gegen Übergewicht einer engen Kooperation von Lebensmittelwirtschaft, Politik, Wissenschaft, öffentlichem Gesundheitswesen, staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen sowie Organisationen der Zivilgesellschaft, wie Sportvereinen oder Verbraucherverbänden“, erklärt Franz-Martin Rausch, Hauptgeschäftsführer des BVLH.

Bereits bei der Erarbeitung der Reduktionsstrategie für Zucker, Salz und Fett in Fertigprodukten habe der BVLH deutlich gemacht, dass eine bewusste Lebensführung nicht nur durch die Optimierung der ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Produkten gefördert werde, sondern auch durch die Stärkung der Eigenverantwortung der Bürger, zum Beispiel durch den Ausbau des Wissens um Lebensmittel, Ernährung und Bewegung.

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