Der Tiernahrungshersteller Platinum setzt weiter auf Direktvertrieb und den Verkauf über das Internet. Das Unternehmen reagiert damit auf einen Wandel im deutschen Tierfuttermarkt, der sich zunehmend vom stationären Handel weg und hin zum Online-Geschäft bewegt. Das Marktvolumen wird laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Euromonitor für das Jahr 2024 auf über 6,5 Milliarden Euro geschätzt, wie Platinum mitteilte.
„Wir beobachten seit Jahren, dass sich die Einkaufsgewohnheiten deutlich verschieben – weg vom klassischen stationären Handel hin zu digitalen Abo- und Direktvertriebsmodellen“, zitierte das Unternehmen Marco Kammermeier, Leiter Direktkundengeschäft von Platinum, in der Mitteilung. Dieser Wandel habe auch Einfluss auf die Erwartungshaltung der Konsumenten. Tierhalter legten zunehmend Wert auf Qualität, Transparenz und Nachhaltigkeit.
Platinum setzt nach eigenen Angaben besonders auf sogenannte Abo-Modelle, bei denen Kunden regelmäßig Tiernahrung geliefert bekommen. „Subscription-Commerce ist für uns kein Trendthema, sondern seit Jahren gelebte Praxis“, sagte Kammermeier laut der Mitteilung. Das regelmäßige Abo sei für viele Tierhalter mittlerweile die bevorzugte Lösung. Zudem gingen viele Online-Abos mit Preisvorteilen einher.
Etablierte Marken, die weiterhin auf den klassischen Einzelhandel setzen, bekämen den Wandel zu spüren, teilte Platinum mit. Neue Anbieter konzentrierten sich hingegen auf den Direktvertrieb. Der Vorteil liege im direkten Kundenkontakt, planbaren Lieferungen und einer engen Feedbackschleife mit den Verbrauchern. Parallel zum Wandel der Absatzkanäle verändere sich auch das Verständnis von Tiernahrung, die zunehmend als Teil der Lebensqualität betrachtet werde.
