HDE „Situation weiter kritisch“

Für Geschäfte abseits des Lebensmittelhandels ist die Krise aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) noch lange nicht vorbei: „Es werden nur Bedarfskäufe getätigt, mehr nicht“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth (Foto). „Der Einzelhandel leidet nach wie vor massiv an schwachen Umsätzen und unter geringen Kundenfrequenzen.“

Freitag, 22. Mai 2020, 13:09 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: HDE / Die Hoffotografen

Jedes dritte Unternehmen sehe laut einer Branchenumfrage des Verbands seine Existenz „massiv bedroht und braucht dringend weitere finanzielle Hilfen des Staates“. Bei rund einem Drittel der etwa 600 teilnehmenden Händler lägen die Umsätze derzeit bei maximal 50 Prozent des Vorjahreszeitraums. Ein weiteres Viertel erlöse zwischen 50 und 75 Prozent.

Ein Grund für die Zurückhaltung der Kunden sieht der HDE in den Auflagen für den Handel in der Krise. Zwar dürfen sämtliche Geschäfte inzwischen bundesweit wieder auf gesamter Verkaufsfläche öffnen. Doch darf je nach Größe nur eine bestimmte Zahl von Kunden die Läden betreten. Zudem müssen Beschäftigte und Verbraucher Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Der HDE forderte einen staatlichen Rettungsfonds mit nicht rückzahlpflichten Finanzhilfen.

Der Verband hatte zwischen dem 20. und 22. Mai 2020 etwa 600 Unternehmen befragt.

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