HDE zu Kurzarbeit Betriebliche Lösungen bevorzugen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) mit seinem Hauptgeschäftsführer Stefan Genth (Foto) fordert in der Corona-Krise passgenaue und flexible Lösungen für die Handelsunternehmen bei einer möglichen Aufstockung des staatlichen Kurzarbeitergelds. Der HDE schlägt zudem vor, die bereits tariflich vereinbarte Lohnerhöhung für Handelsunternehmen in Not zu verschieben.

Mittwoch, 01. April 2020, 12:57 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: HDE / die Hoffotografen

Genth kritisiert die von der Gewerkschaft Verdi geforderte tarifvertraglich festgeschriebene Pauschallösung für alle Handelsunternehmen. Diese könnte vor allem die Unternehmen überfordern, die derzeit von Ladenschließungen betroffen sind. „Bei Umsatzausfällen von oft 100 Prozent könnten pauschale tarifliche Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes viele Handelsunternehmen überfordern. In dieser schwierigen Situation brauchen wir betriebliche Lösungen zum Kurzarbeitergeld.“

Der HDE schlägt zudem vor, die bereits tariflich vereinbarte Lohnerhöhung für Handelsunternehmen in Not zu verschieben. Die Idee einer Tarifverschiebung auf Basis eines Tarifvertrages für Unternehmen in Not solle eine unkomplizierte und auch schnelle Möglichkeit für tarifgebundene Unternehmen mit akuten Liquiditätsproblemen bieten. In diesen Fällen komme ein Sanierungstarifvertrag nach komplexen und langwierigen Verhandlungen viel zu spät.

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