Das Weihnachtsgeschäft verläuft für den Einzelhandel auch kurz vor dem vierten Advent enttäuschend. Wie aus einer aktuellen Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland unter rund 300 Unternehmen hervorgeht, zeigen sich 62 Prozent der Händler mit den Umsätzen der vergangenen Tage unzufrieden. Nur 23 Prozent bewerten die Entwicklung positiv. Die Befragung fand vom 19. bis 21. Dezember statt.
Sinkende Kundenfrequenzen besonders belastend
Bereits in den vorangegangenen Adventswochen kam das Geschäft nicht richtig in Schwung. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sprach von einem anhaltend niedrigen Umsatzniveau und einer deutlich spürbaren Konsumzurückhaltung. Insgesamt zeigen sich bislang nur 17 Prozent der Unternehmen mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden, 66 Prozent sind unzufrieden.
Besonders belastend wirken sinkende Kundenfrequenzen: 71 Prozent der Befragten berichteten von weniger Besuchern als im Vorjahr. Etwas bessere Geschäfte verzeichnete der Handel laut Handelsverband vor allem am Samstag vor dem vierten Advent in Innenstädten, Vororten und Stadtteilzentren. Davon profitierten insbesondere Spielwaren-, Buch- und Bekleidungshändler.
Handelsverband setzt auf Endspurt bis Heiligabend
Die Branche setzt nun auf einen starken Endspurt bis Heiligabend sowie auf zusätzliche Impulse durch Einkäufe zwischen den Jahren. Erfahrungsgemäß seien die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, teils auch bis Dreikönig, umsatzstark, da viele Menschen Urlaub hätten und Bargeldgeschenke oder Gutscheine einlösten. Das sagte Genth.
Für die Monate November und Dezember erwartet der Handelsverband Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von insgesamt 126,2 Milliarden Euro. Dies entspräche einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

