Tarifeinigung bei Brauerei Oettinger erhöht Löhne um 3,8 Prozent

Die Großbrauerei Oettinger hat sich mit der Gewerkschaft NGG auf neue Tarifverträge geeinigt. Die Mitarbeiter bekommen bis November 2026 insgesamt 3,8 Prozent mehr Gehalt. Im Gegenzug akzeptiert die Gewerkschaft flexible Arbeitszeiten mit bis zu 45 Wochenstunden in der Hochsaison.

Donnerstag, 18. Dezember 2025, 14:54 Uhr
Theresa Kalmer
Die Großbrauerei Oettinger und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich nach monatelangem Tarifkonflikt auf neue Mantel- und Entgelttarifverträge geeinigt. Bildquelle: Oettinger Getränke

Die Großbrauerei Oettinger hat mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten neue Mantel- und Entgelttarifverträge abgeschlossen. Die Mitarbeiter erhalten rückwirkend ab dem 1. Juni dieses Jahres 2 Prozent mehr Gehalt, ab dem 1. Januar 2026 weitere 0,8 Prozent sowie ab dem 1. November 2026 ein nochmaliges Lohnplus in Höhe von 1 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt steigen die Löhne damit um 3,8 Prozent. Die Verträge haben eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2027.

Im Gegenzug zu den Entgelterhöhungen sind erstmals neue Regelungen im Manteltarifvertrag verankert. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten in der Hochsaison mit bis zu 45 Wochenstunden, bezahlte Pausen im Schichtbetrieb gemäß DIN 8782 nur bei laufendem Betrieb sowie Rationalisierungsschutz und Probezeit gemäß gesetzlichen Regelungen. „Unsere von Anfang an wichtigste Forderung ist erfüllt: Kein Abschluss eines Entgelttarifvertrags ohne Änderungen im Manteltarifvertrag“, zitierte das Unternehmen den Vorstandschef Stefan Blaschak in der Mitteilung.

Die Einigung beendet einen monatelangen Tarifkonflikt. Anfang Dezember war eine Schlichtung zunächst gescheitert. Die Gewerkschaft hatte den Kompromissvorschlag des Schlichters abgelehnt, weil die Wochenarbeitszeit zeitweise auf 45 Stunden steigen können sollte. An dieser Stelle hat sich das Unternehmen nun offenbar durchgesetzt. 

Oettinger scheitert bei Angleichung der Arbeitszeiten

Derzeit arbeiten die Beschäftigten an den Standorten Oettingen und Mönchengladbach 37 beziehungsweise 38 Stunden pro Woche. Diese Ungleichheit bleibt nach Angaben von Oettinger auch nach der jetzigen Einigung bestehen. „Der erzielte Kompromiss ist ein guter Kompromiss. Leider ist es uns jedoch nicht gelungen, die Ungleichheiten an den Standorten anzupassen“, erklärte Blaschak laut der Mitteilung. Die Belegschaft an den Standorten Oettingen und Mönchengladbach werde auch weiterhin eine unterschiedliche Wochenarbeitszeit von 37 beziehungsweise 38 Stunden haben.

Oettinger zählt nach eigenen Angaben mit einem Ausstoß von rund 6,6 Millionen Hektolitern zu den größten Getränkeherstellern in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt an drei Standorten in Oettingen, Mönchengladbach und Braunschweig rund 800 Mitarbeiter.

Anzeige

SSI Schäfer

Moldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel

Ausgezeichnete Qualität, authentische Rebsorten und attraktive Preise: Moldauische Weine erobern Schritt für Schritt den deutschen Einzelhandel.
Jetzt mehr erfahren

Neue Produkte