Real „Emmas Enkel“ ohne Ladenschluss

Innenstadtlage, 24 Stunden an 365 Tagen auf, optisch an einen Tante-Emma-Laden erinnernd: Am Rosenbergplatz in Stuttgart will Real ab sofort mit einem „innovativen, weltweit einzigartigen Einzelhandelskonzept den stationären Handel mit dem digitalen Zeitalter verbinden“. Bestellt und bezahlt wird bei „Emmas Enkel“ vorab per App oder direkt im Markt. Läuft dieser Test gut, könnte das Konzept auf andere Städte übertragen werden.

Mittwoch, 28. August 2019, 11:58 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: pixel&korn

„Wir haben uns gefragt, wie man den klassischen, kleinen Einkaufsladen um die Ecke wiederbeleben kann“, sagt Patrick Müller-Sarmiento, CEO von Real. ‚„Emmas Enkel“‘ ist unsere Antwort. Wir sind mit dieser Innenstadtlage ganz nah am Kunden und bieten ein Sortiment, das auf Regionalität, Bio und Frische setzt – das alles digital und jederzeit verfügbar.“

Im denkmalgeschützten Gebäude am Rosenbergplatz 1 erwartet die Kunden laut Real auf rund 45 Quadratmetern Verkaufsfläche eine freundliche Atmosphäre: Eine Filiale des Café Herbertz geht nahtlos in den Verkaufsraum über. In Holzkisten werden frische, bevorzugt regionale Produkte wie Obst und Gemüse vom Lieferanten „Das grüne Eck“, Backwaren von „Brotfreunde Grau“ oder französisches Süßgebäck von „La Boulangerie“ präsentiert. Direkt gegenüber befinden sich je zwei Bestell- und zwei Abholterminals.

Bestellt wird mit der neuen „Emmas Enkel“-App. In der App kann mit Pay-Pal, im Markt selber auch per EC- oder Kreditkarte sowie mit Google Pay und Apple Pay bezahlt werden. Nach der Zahlung erhält der Kunde einen QR-Code, mit dem die Bestellung zu jeder beliebigen Zeit am Abholterminal im Markt abgeholt werden kann.

Die Kunden können auch im Geschäft auf einem Terminal aus einem Sortiment von rund 500 Artikeln wählen. Eine vollautomatische Warenausgabe liefert das Bestellte, darunter frische Lebensmittel und Convenience-Produkte wie Snacks oder Fertiggerichte ebenso wie Drogerie- und Hygieneartikel.

Für die Realisierung arbeitet Real mit dem jungen Unternehmen Smark zusammen. Smark hat ein automatisiertes Bestell- und Regalsystem für „Emmas Enkel“ entwickelt, das die Waren in drei verschiedenen Temperaturzonen hinter der Warenausgabe lagert und Bestellungen in hoher Geschwindigkeit zusammenstellt. So benötigt die Kommissionierung eines Warenkorbs mit acht Artikeln weniger als eine Minute. „Mit unseren Innovationen schaffen wir die technologische Grundlage für das urbane Einkaufserlebnis der Zukunft“, so die Smark-Gründer Philipp Hoening und Max Ittermann. „Besonders wichtig ist uns dabei, unser digitales Konzept mit den Einzelhändlern aus der direkten Umgebung zu verknüpfen.“

„Stuttgart ist unser Testlabor: Sollte sich die Technologie im täglichen Praxiseinsatz beweisen und die Kunden im Rahmen einer mehrmonatigen Testphase unseren ‚Concept Store‘ annehmen, werden wir rasch weitere Geschäfte in Deutschland eröffnen“, sagt Patrick Müller-Sarmiento. „Durch die modulare Bauweise und den geringen Flächenbedarf ist unsere digitale Einkaufsstation an praktisch jedem Standort flexibel einsetzbar“, ergänzt Philipp Hoening.

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