Der französische Luxuskonzern Kering verkauft seine Beauty-Sparte für 4 Milliarden Euro an L'Oréal. Die Transaktion soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden, wie Kering mitteilte. L'Oréal erhält durch die Übernahme von Kering Beauté auch die Marke Creed. Zudem sichert sich der Kosmetikkonzern exklusive Lizenzen für die Marken Gucci, Bottega Veneta und Balenciaga mit einer Laufzeit von 50 Jahren. Beide Unternehmen planen darüber hinaus ein gemeinsames Joint Venture im Wellness-Bereich.
Kering bleibt nach eigenen Angaben an den Lizenzeinnahmen beteiligt und erhält zusätzliche Tantiemen für die Nutzung seiner Marken. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Kering-Chef de Meo setzt auf strategische Neuausrichtung
Die Transaktion markiert eine strategische Neuausrichtung von Kering. Der Konzern reagiert damit auf schwache Quartalszahlen und einen Rückgang im Luxussegment. „Diese Allianz erlaubt uns, die Entwicklung unserer großen Häuser im Beauty-Segment zu beschleunigen und neue Wachstumsfelder zu erschließen“, erklärte Kering-Chef Luca de Meo.
L'Oréal-Chef Nicolas Hieronimus bezeichnete die Kooperation als „langfristige, visionäre Allianz“. Der Kosmetikkonzern erweitert durch die Übernahme sein Portfolio im Luxusbereich.