Tengelmann Von einer Last befreit

Nach dem Verkauf der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser's Tengelmann Ende 2016 sieht sich die Handelsgruppe Tengelmann (KiK, Obi) von einem Bremsklotz befreit. Das Geschäftsjahr 2017, in dem das Familienunternehmen sein 150-jähriges Jubiläum feiert, werde unter dem Strich voraussichtlich das beste Jahr der Firmengeschichte werden, sagte Tengelmann-Chef und Miteigentümer Karl-Erivan Haub (Foto).

Donnerstag, 13. Juli 2017, 13:44 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Mugrauer

2016 hatten die Aufräumarbeiten bei der Supermarktkette das Ergebnis noch mit einem dreistelligen Millionenbetrag belastet. «Befreit von der Unsicherheit über Kaiser's Tengelmann haben wir uns einiges vorgenommen», sagte Haub. In den nächsten fünf Jahren plane das Familienunternehmen Investitionen von rund 1,5 Mrd. Euro. Beim Textildiscounter KiK zum Beispiel will Haub in den nächsten fünf Jahren die Zahl der Filialen von derzeit 3.400 auf 5.000 erhöhen. Im Geschäftsjahr 2016 steigerte die Tengelmann-Gruppe ihren Nettoumsatz um 8,9 Prozent auf 9 Mrd. Euro. Zum Gewinn macht das Familienunternehmen keine genauen Angaben. Haub sagte lediglich, bereinigt um die hohen wirtschaftlichen Belastungen durch die Abgabe von Kaiser's Tengelmann sei 2016 eines der «erfolgreichsten Jahre überhaupt» gewesen.

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