Duft- und Geschmacksstoffe Symrise wächst langsam – und kauft in Frankreich zu

Der Aromenhersteller Symrise hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz organisch um 2 Prozent gesteigert, im zweiten Quartal zog das Wachstum deutlich an. Während das Geschäft mit Lebensmittelinhaltsstoffen zulegte, schwächelte die Duftsparte. Zudem plant das Unternehmen die Übernahme eines französischen Anbieters natürlicher Duftrohstoffe.

Donnerstag, 30. Juli 2026, 10:59 Uhr
Theresa Kalmer
Symrise zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Duft- und Geschmacksstoffen. Das Unternehmen beliefert unter anderem die Lebensmittel-, Getränke-, Kosmetik- und Parfümindustrie. Bildquelle: Symrise

Der Duft- und Geschmacksstoffhersteller Symrise hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 2,539 Milliarden Euro erzielt und ein organisches Umsatzwachstum von 2,0 Prozent verzeichnet. Im zweiten Quartal beschleunigte sich das Wachstum nach Unternehmensangaben auf 4,5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 553 Millionen Euro, was einer Marge von 21,8 Prozent entspricht.

Besonders das Segment Taste, Nutrition & Health, zu dem unter anderem das Geschäft mit Lebensmittel- und Getränkeinhaltsstoffen gehört, entwickelte sich laut der Mitteilung positiv. Im zweiten Quartal wuchs der Bereich organisch um 4,9 Prozent, der berichtete Umsatz stieg auf 782 Millionen Euro. Der Bereich Food & Beverage erzielte den Angaben zufolge ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Allerdings verzeichnete der Bereich Pet Food einen leichten Umsatzrückgang, den das Unternehmen mit einer anhaltenden Preisnormalisierung im Bereich Nutrition begründete. Im ersten Halbjahr erreichte das Segment ein bereinigtes EBITDA von 375 Millionen Euro bei einer Marge von 24,5 Prozent.

Das zweite Segment Scent & Care, das Duftstoffe und kosmetische Inhaltsstoffe umfasst, wuchs im zweiten Quartal organisch um 3,8 Prozent. Im gesamten ersten Halbjahr stagnierten die organischen Umsätze jedoch, der berichtete Umsatz sank von 1,026 Milliarden Euro auf 1,009 Milliarden Euro. Symrise verwies auf gestiegene Fracht- und Logistikkosten infolge der geopolitischen Lage im Nahen Osten sowie auf Portfolioänderungen und Mixeffekte. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 17,7 Prozent. Der Bereich Care & Wellness verzeichnete im zweiten Quartal einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich, während UV-Filter weiter nachgaben.

Symrise will mit Floral Concept in der Feinparfümerie wachsen

Zudem kündigte das Holzmindener Unternehmen die geplante Übernahme von Floral Concept an, einem französischen Anbieter natürlicher Duftrohstoffe mit Sitz in der Region Grasse. Damit will Symrise nach eigenen Angaben seine Position im Markt für hochwertige Naturstoffe für die Feinparfümerie ausbauen. Vorstandschef Jean-Yves Parisot erklärte in der Mitteilung: „Mit der geplanten Übernahme von Floral Concept stärken wir unser Portfolio gezielt im Bereich hochwertiger Naturstoffe für die Feinparfümerie.“ Gleichzeitig treibe das Unternehmen die nächste Phase seines Transformationsprogramms One Sym voran, um „schnelleres profitables Wachstum“ zu erzielen.

Für das Gesamtjahr 2026 bekräftigte Symrise seinen Ausblick. Das Unternehmen erwartet demnach ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent, eine bereinigte Ebitda-Marge von 21,5 bis 22,5 Prozent sowie eine bereinigte Marge des Business Free Cashflow von über 14 Prozent.

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