Symrise verkauft sein Geschäft mit Terpen-Inhaltsstoffen an den Münchner Private-Equity-Investor Mutares. Das Unternehmen trennt sich von Ameriterpenes, einem Hersteller erneuerbarer Terpen-Inhaltsstoffe mit Produktionsstandorten in Jacksonville und Colonels Island im US-Bundesstaat Florida und Georgia. Dies teilte Symrise mit. Die Unterzeichnung und der Abschluss der Transaktion erfolgten gleichzeitig. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.
Mit dem Verkauf will Symrise sein Portfolio schärfen und sich auf seine zentralen Wachstumsplattformen konzentrieren. Die Transaktion zahle auf das langfristige Ziel ein, innerhalb der sogenannten One Symrise-Strategie nachhaltig profitabel zu wachsen, operative Exzellenz zu erreichen und Kapital gezielt einzusetzen, hieß es in der Mitteilung. „Diese Transaktion illustriert, wie wir Symrise mit konsequentem Portfoliomanagement aktiv für die Zukunft aufstellen“, zitierte das Unternehmen den Vorstandsvorsitzenden Jean-Yves Parisot in der Mitteilung.
Ameriterpenes beliefert Hersteller von Duft- und Geschmackstoffen sowie Industrieanwendungen. Terpen-Inhaltsstoffe spielen nach Angaben von Symrise eine wichtige Rolle in Duft-, Aromen- und Industrie-Formulierungen für Kunden, die erneuerbare, zuverlässige und wirkungsvolle Lösungen suchen.
Mutares baut US-Präsenz aus
Symrise und Ameriterpenes führen ihre langjährige Geschäftsbeziehung nach dem Verkauf fort. Die geschlossenen Liefervereinbarungen sichern den Angaben zufolge den langfristigen Zugang zu erneuerbaren, terpenbasierten Rohstoffen und schaffen eine dauerhafte Industriepartnerschaft. Mit der Übernahme von Ameriterpenes investiert Mutares in seine Plattform im Segment Chemicals & Materials und baut seine Präsenz auf dem US-Markt aus.
Symrise erwartet infolge der Transaktion einen nicht zahlungswirksamen Veräußerungsverlust im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dieser wird sich auf den Jahresabschluss 2026 von Symrise auswirken, wie das Unternehmen mitteilte.