In seinem Nachhaltigkeitsbericht 2025 berichtet Lorenz Snacks über Fortschritte in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Verpackung und Klimaschutz. Besonders im Bereich Rezepturen und Nährwerte erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben messbare Verbesserungen. So wurde der Salzgehalt im gesamten Markenportfolio im Vergleich zu 2019 um 21,1 Prozent reduziert – das ursprünglich gesetzte Ziel von 15 Prozent wurde damit deutlich übertroffen. Einzelne Marken wie Monster Munch, Wiejskie Ziemniaczki und Chipsletten enthielten heute sogar mindestens 25 Prozent weniger Salz, versichert Ines Dzeko, Head of Global CSR bei Lorenz.
Auch Fortschritte beim internen LNP-Programm
Auch das interne Lorenz Nutrition Profile (LNP) zeigt Fortschritte. Das Bewertungssystem unterstützt die Weiterentwicklung von Rezepturen anhand ernährungsphysiologischer Kriterien wie Salz, Zucker und gesättigten Fettsäuren. Bereits 32,1 Prozent des Sortiments erreichen die weiterentwickelten Nährwertstufen 2 oder 3. Bis 2027 sollen 75 Prozent des Portfolios die Anforderungen der Stufe 1 erfüllen, weitere 25 Prozent die anspruchsvolleren Stufen 2 oder 3.
Im Bereich der Rohstoffproduktion unterstützt Lorenz Landwirte bei der Umstellung auf regenerative Anbaumethoden wie vielfältige Fruchtfolgen, reduzierte Bodenbearbeitung und Zwischenfrüchte. Ziel: Böden sollen langfristig gestärkt und landwirtschaftliche Betriebe widerstandsfähiger gegenüber klimatischen Veränderungen gemacht werden. Im Kartoffelanbau wurden seit 2023 durch diese Maßnahmen insgesamt mehr als 11.000 Tonnen CO₂e reduziert oder gebunden.
Dzeko: Wandel ist machbar und messbar
„Nachhaltige Transformation beginnt für uns nicht im Büro, sondern direkt auf dem Feld – denn dort entsteht der Großteil unserer Emissionen. Deshalb stellen wir unsere Lieferketten gemeinsam mit unseren Landwirten und Lieferanten grundlegend um“, sagt Ines Dzeko. „Die ersten erzielten 11.000 Tonnen CO₂e zeigen: Ein Wandel ist machbar und messbar. Das ist entscheidend für unsere Netto-Null-Zukunft.“ Die Programme werden derzeit auf weitere Rohstoffe wie Weizen, Öle und Erdnüsse ausgeweitet. Darüber hinaus engagiert sich Lorenz gemeinsam mit Partnerorganisationen in Projekten in Mosambik, Indien und Südafrika zur Förderung klimaresilienter Einkommensstrukturen.
Kunststoffverbrauch stieg an
Im Bereich Verpackung verfolgt Lorenz weiterhin den Ansatz „Reduce, Recycle, Replace“. Trotz deutlicher Materialeinsparungen auf Produktebene ist der absolute Kunststoffverbrauch aufgrund des Unternehmenswachstums insgesamt gestiegen. Für Lorenz gehöre diese Offenheit zur Nachhaltigkeitsstrategie dazu, betont Ines Dzeko. „Transformation verläuft nicht geradlinig“, begründet sie das. „Uns ist wichtig, Fortschritte sichtbar zu machen, aber auch offen zu kommunizieren, wo Herausforderungen bestehen und warum. Die Herausforderungen der Kunststoffreduktion sind dabei unbestreitbar. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Kreislaufwirtschaft und treiben die Verbesserung der Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen mit aller Konsequenz voran.”
Klimaziele durch SBTi validiert
Bereits 53,2 Prozent der Produktverpackungen gelten als hochgradig recyclingfähig. Eine neu entwickelte Wickeldose für Stapelchips konnte ihre Recyclingfähigkeit von 25 auf 88 Prozent steigern.
Die Klimaziele von Lorenz sind durch die Science Based Targets initiative (SBTi) validiert. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, bis 2050 Netto-Null Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Im eigenen Betrieb wurden die Scope-1- und Scope-2-Emissionen seit 2020 um 24,8 Prozent reduziert. Weitere Fortschritte resultieren aus Investitionen in erneuerbare Energien, darunter neue Photovoltaikanlagen an Standorten in Deutschland und Polen sowie ein Pilotprojekt für Hochtemperatur-Wärmepumpen.
Als Familienunternehmen engagiert sich Lorenz regional und international für soziale und ökologische Initiativen. Im Jahr 2025 unterstützte das Unternehmen insgesamt 54 Organisationen in Deutschland, Polen und Österreich mit rund 1,25 Millionen Euro.
Im Lorenz Campus wurden 2025 insgesamt 63.840 Lernstunden absolviert – durchschnittlich 19,5 Stunden pro Mitarbeiter. Zudem wurden alle europäischen Produktionsstandorte sowie die Vorproduktion in Indien erfolgreich nach dem SMETA-Standard reauditiert.