Brauerei-Familie im Clinch Carl Clemens Veltins verzichtet auf Berufung im Erbstreit

Der Erbschaftsstreit um das Vermögen der Brauerei-Familie Veltins ist beendet. Carl Clemens Veltins hat nach seiner Niederlage vor dem Landgericht Arnsberg keine Berufung eingelegt. Es ging um 30 Millionen Euro.

Dienstag, 02. Dezember 2025, 15:53 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Veltins zählt zu den größten Brauereigruppen in Deutschland. Bildquelle: Veltins

Der jahrelange Erbschaftsstreit um das Vermögen der Brauerei-Familie Veltins ist beendet. Carl Clemens Veltins hat nach seiner Niederlage vor dem Landgericht Arnsberg keine Berufung eingelegt, wie ein Sprecher des Oberlandesgerichts Hamm mitteilte. Damit ist das Verfahren abgeschlossen.

Das Landgericht hatte die Klage des 63-Jährigen gegen seine Schwestern im Juni als unbegründet zurückgewiesen. Das von Carl Clemens Veltins angezweifelte Testament seiner 1994 gestorbenen Mutter sei wirksam, entschied das Gericht damals. Mit einem Antrag auf Prozesskostenhilfe hatte der Kläger versucht, die Voraussetzungen für eine Berufung beim Oberlandesgericht zu schaffen. Das Oberlandesgericht lehnte den Antrag Anfang November wegen mangelnder Erfolgsaussichten ab.

Für eine Berufung auch ohne finanzielle Unterstützung hatte Carl Clemens Veltins mehrere Wochen Zeit. Er leitete jedoch keine entsprechenden Schritte ein, wie der Gerichtssprecher erklärte. Die Akte sei daraufhin geschlossen worden. Die Entscheidung des Landgerichts gilt damit.

Das Landgericht Arnsberg bezifferte den Streitwert im Sommer auf 30 Millionen Euro. Carl Clemens Veltins hatte vor Gericht eine angemessene Beteiligung am Erbe seiner Mutter verlangt, die das Unternehmen lange Jahre führte. Nach eigener Darstellung hatte er kurz nach seinem 18. Geburtstag schriftlich auf den Pflichtteil seines Erbes verzichtet. Vor Gericht machte er geltend, dabei überrumpelt worden zu sein.

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