Die insolvente Privatbrauerei Eichbaum aus Mannheim sucht über eine Unternehmensberatung einen Investor. Die Geschäftsführer Uwe Aichele und Frank Reifel teilten mit, dass Potenziale für eine Übernahme vorhanden seien. „Unser Ziel ist, den Fortbestand unserer traditionsreichen Brauerei in Mannheim zu sichern, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.“ Von der finanziellen Schieflage des Unternehmens sind 300 Beschäftigte betroffen.
Die Brauerei hatte Ende Oktober den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Nach Angaben des Unternehmens war der Umsatz im Export zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Dies führte zu einem erheblichen Liquiditätsengpass. Das Unternehmen liefert den eigenen Angaben zufolge weltweit in mehr als 60 Länder.
Die Eigenverwaltung bedeutet, dass das Unternehmen während des Verfahrens die Verfügungsgewalt behält und damit entscheidungs- und handlungsfähig bleibt. Dem Unternehmen steht ein Sachwalter zur Seite, der die Geschäftsführung überwacht. Eichbaum soll von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden.
Erst kürzlich hatte Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft. Den Verkaufspreis nannte das Unternehmen nicht. Der Erlös habe wohl die finanzielle Lage bei der Brauerei nicht stabilisieren können, vermutete der Sprecher des Betriebsrats laut der Mitteilung.
Der Bierkonsum in Deutschland geht seit Jahren zurück. Dies führt dazu, dass die Geschäfte bei vielen Brauereien nicht gut laufen.