Der Verein QM-Milch führt zum 1. Juli 2026 eine neue Revision seines Qualitätsstandards für die Milcherzeugung ein. Der Verein passt den Standard in regelmäßigen Abständen an, um geänderte gesetzliche Vorgaben, Erfahrungen aus der Praxis und Anforderungen der Marktpartner zu berücksichtigen.
Ausbau des internen Kontrollsystems
Die Anpassungen sollen die Transparenz für die teilnehmenden Betriebe erhöhen. So nimmt der Verein Auslegungshinweise künftig direkt in die öffentlich verfügbaren Dokumente auf. Zugleich steigt das Ambitionsniveau des Standards leicht.
Eine wesentliche Neuerung betrifft die organisatorische Struktur des Systems. Künftig bindet der Verein die Betriebe über sogenannte Programmkoordinatoren ein. Zudem baut er das interne Kontrollsystem aus, um die Ordnungsmäßigkeit der Prozesse zu gewährleisten. Die organisatorischen Änderungen betreffen vor allem Molkereien sowie möglicherweise Milcherzeugergemeinschaften oder regionale Organisationen der Milchwirtschaft, die den Standard nutzen.
QM-Milch bietet Informationsveranstaltungen an
Der Verein will in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen anbieten. Diese organisiert er zusammen mit seinen Kernmitgliedern aus der Land- und Molkereiwirtschaft. Dort klärt der Verein über die Details der organisatorischen Anpassungen auf.
Das nachweisliche Einhalten hoher Standards in den Bereichen Produkt- und Prozessqualität ist heute eine Mindestanforderung, um Rohmilch und Milchprodukte erfolgreich vermarkten zu können. Das ist einer der wesentlichen Gründe dafür, dass am QM-Standard des Vereins QM-Milch heute rund 95 Prozent der deutschen Milchviehhalter teilnehmen. Das Anforderungsniveau wird regelmäßig von Sachverständigen aus der gesamten Lebensmittelkette sowie weiteren Fachleuten überprüft und weiterentwickelt.
