Knorr-Snackprodukte Unilever investiert 15 Millionen Euro in Werk Auerbach

Unilever baut sein Knorr-Werk im sächsischen Auerbach zum Kompetenzzentrum für Snackprodukte aus. Der Konzern investiert 15 Millionen Euro über vier Jahre und weihte eine neue Produktionslinie ein. Noch vor einem Jahr hatte das Unternehmen Arbeitsplätze abgebaut.

Freitag, 07. November 2025, 09:31 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Unilever beschäftigt weltweit über 128.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 60,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen vertreibt in über 190 Ländern Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Haushaltsreiniger. Bildquelle: Unilever

Der Lebensmittelkonzern Unilever investiert 15 Millionen Euro über vier Jahre in sein Knorr-Werk in Auerbach im sächsischen Vogtland. Das Unternehmen weihte am 6. November 2025 eine neue Produktionslinie für Snackprodukte ein und will den Standort zu einem Kompetenzzentrum für Mini Meals und Snackprodukte ausbauen. Dies teilte Unilever mit. In die neue Produktionslinie fließen nach Angaben des Unternehmens 10 Millionen Euro. An der Linie können bis zu 100 Millionen Becher im Jahr hergestellt werden. Dabei handelt es sich um Fertiggerichte im Becher, die durch Zugabe von Wasser schnell zubereitet werden.

„Sehen großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum“

Das Werk in Auerbach beschäftigt derzeit 115 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hatte Unilever Pläne zum Abbau von Arbeitsplätzen bekanntgegeben. Damals arbeiteten dort noch 175 Menschen. Das Konzept zur Neuausrichtung des Standorts entwickelten Arbeitgeberseite und Betriebsrat gemeinsam. „Die Nachfrage nach Snackprodukten steigt kontinuierlich – und wir sehen darin ein großes Potenzial für nachhaltiges Wachstum“, zitierte das Unternehmen Stefan Pfeifer, Geschäftsführer von Unilever Deutschland, in der Mitteilung.

Seit 1943 stellt das Werk Trockensuppen und Würzmittel her, ab 1990 unter der Marke Knorr. Seit dem Jahr 2000 gehört der Standort zu Unilever. Mit sieben vollautomatisierten Abpacklinien und einer Jahresproduktion von über 8.000 Tonnen ist das Werk nach Angaben von Unilever der wichtigste Produktionsstandort des Konzerns für Instantsuppen, Snack-Pots und Spaghetteria-Produkte. Von Auerbach aus beliefert das Unternehmen ganz Europa.

Gewerkschaft hofft auf zusätzliche Schichten

Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sagte der dpa, die neue Produktionslinie sichere die Zukunft des Standorts. Man hoffe, dass die Produktion gut anlaufe und künftig vom Ein-Schicht-Betrieb auch auf zwei oder gar drei Schichten ausgeweitet werde. Das könnte dann zusätzliche Jobs bringen.

Unilever beschäftigt weltweit über 128.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 60,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen vertreibt in über 190 Ländern Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Haushaltsreiniger.

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