Der Gurkenhersteller Spreewaldkonserve im brandenburgischen Golßen beschäftigt ab 2026 nur noch bis zu 30 Mitarbeiter. Dies teilte eine Sprecherin des Unternehmens mit. Im Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, sich von rund 200 Stammmitarbeitern zu trennen. Die Gurkensaison endete im Oktober.
Massiver Stellenabbau wegen Millionenverlusten
Das Unternehmen begründete den massiven Stellenabbau mit Millionenverlusten. Das bisherige Geschäftsmodell sei aus Sicht der Geschäftsleitung nicht mehr tragbar gewesen, hieß es in der Mitteilung. Spreewaldkonserve stellt den Betrieb von einem Ganzjahresbetrieb auf einen Saisonbetrieb um.
Bislang produzierte das Unternehmen das ganze Jahr über auch Rote Bete, Rotkohl und Sauerkraut. Künftig konzentriert sich Spreewaldkonserve ausschließlich auf Gurken. Den Standort in Schöneiche gab das Unternehmen auf.
Spreewaldkonserve setzt weiter auf polnische Saisonkräfte
Während der Erntezeit im Juli und August setzt das Unternehmen wie in den Vorjahren Saisonarbeitskräfte ein. Diese kommen überwiegend aus Polen. Auch 2026 plant Spreewaldkonserve mit solchen Saisonkräften.
Die Spreewälder Gurken sind als Markenname seit 1999 innerhalb der Europäischen Union geschützt. Der Gemüseverarbeiter Spreewaldkonserve gehört seit 2021 zum französischen Lebensmittelkonzern Andros, der unter anderem die Marken „Libby’s“ und „Bonne Maman“ vertreibt.
